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14.08.2019, 19:39 Uhr KOMMENTAR

Anwohner beim Stromnetzausbau mit einbinden

Ein Kommentar von Manuel Glasfort


Erdkabel von Amprion werden in Raesfeld (Nordrhein-Westfalen) ausgestellt. In einem Pilotprojekt in Raesfeld verlegt der Stromnetz-Betreiber Amprion im Zuge der Energiewende Erdkabel als Ersatz für alte Hochspannungsleitungen. Foto: Martin Gerten /dpaErdkabel von Amprion werden in Raesfeld (Nordrhein-Westfalen) ausgestellt. In einem Pilotprojekt in Raesfeld verlegt der Stromnetz-Betreiber Amprion im Zuge der Energiewende Erdkabel als Ersatz für alte Hochspannungsleitungen. Foto: Martin Gerten /dpa

Osnabrück. Ohne Stromnetze keine Energiewende – so weit, so bekannt. Die bisherigen Leitungen werden nicht ausreichen, um den Strom aus windreichen Regionen in die Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands zu bringen. Wenn bisher nur rund 15 Prozent der benötigten Leitungen gebaut wurden, bringt die gesamte Energiewende ins Stocken.

Man muss deshalb nicht in Alarmstimmung verfallen. Das Problem ist seit Lägnerem bekannt und inzwischen hat auch die Bundesregierung darauf reagiert. Das Bundeswirtschaftsministerium ersann ein „Gesetz zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus“, das erst im Mai dieses Jahres in Kraft trat. Ob es die erhoffte Wirkung mit sich bringt, muss sich erst noch zeigen. 

In jedem Fall setzt das Regelwerk setzt an den wesentlichen Stellen an: Es vereinfacht und beschleunigt die Planungs- und Genehmigungsverfahren. Dabei bleibt es bei der so wichtigen Einbindung der Öffentlichkeit.

Es ist wichtig, dass der Netzausbau nicht gegen den Willen der Anwohner durchgedrückt wird, sondern Lösungen gefunden werden, mit denen die Betroffenen leben können. Bedenken und Kritik von Anwohnern müssen nicht immer berechtigt sein, aber sie müssen im Dialog geklärt werden. Es lassen sich Lösungen finden, etwa die Verlegung von Erdkabeln.


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