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01.08.2019, 01:01 Uhr KOMMENTAR

Ausbildung: Nicht nachlassen

Ein Kommentar von Nina Kallmeier


Die Ausbildungszahlen in der Region sind leicht gestiegen. Foto: Sebastian Kahnert/dpaDie Ausbildungszahlen in der Region sind leicht gestiegen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Osnabrück. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres fangen in der Region mehr junge Menschen eine Lehre an als im Jahr zuvor. Das Handwerk ärgert sich über Abwerbungskampagnen. Ein Kommentar.

Das sind gute Nachrichten für Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung in der Region: Mehr junge Menschen haben sich für eine Ausbildung entschieden. Das ist auch dringend notwendig, wenn Unternehmen dem anhaltenden Fachkräftebedarf in absehbarer Zeit etwas entgegensetzen wollen. Die Ausbildungslücke aus den vergangenen Jahren bleibt aber bestehen. Zumal die Arbeitsmarktzahlen gerade erst bestätigt haben, dass qualifizierte Mitarbeiter trotz Konjunkturdelle gefragt bleiben. Es heißt also: Unternehmen dürfen nicht nachlassen, für sich zu werben. Das haben sie verstanden und bieten Berufseinsteigern bessere Konditionen.

Auch die Tatsache, dass Handwerk wie Industrie und Handel mehr Abiturienten für eine Lehre begeistern können, ist ein gutes Zeichen – selbst wenn einige der jungen Leute die Ausbildung als Vorbereitung für ein Studium sehen. Zumindest haben sie die Möglichkeiten, die eine Lehre bietet, auf dem Schirm.

Ein Problem für Firmen wie potenzielle Azubis bleibt jedoch: Nicht immer passen das Lehrstellenangebot und die Bewerber zusammen – manchmal eben auch, weil den jungen Leuten nicht klar ist, welche Möglichkeiten sie haben. Auf diese Vielfalt der Jobs – und auch die Karrierechancen – muss noch stärker aufmerksam gemacht werden.


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