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Kampfpreis von 99 Cent Konkurrenz für Flixbus: BlaBlaBus startet am Montag in Deutschland

Von Kim Patrick von Harling und afp

Das Unternehmen Flixbus bekommt Konkurrenz aus Frankreich. Foto: imago images / Gottfried CzepluchDas Unternehmen Flixbus bekommt Konkurrenz aus Frankreich. Foto: imago images / Gottfried Czepluch

Berlin. Flixbus ist der größte Fernbusanbieter in Deutschland, doch nun bekommt er Konkurrenz aus Frankreich. Ab Montag geht BlaBlaBus an den Start – mit Kampfpreisen.

Flixbus bekommt Konkurrenz durch das französische Unternehmen BlaBlaCar. Unter dem Namen BlaBlaBus fahren ab Montag Fernbusse des Unternehmens auf fünf Strecken, im Juli sollen zehn weitere Ziele hinzukommen, wie BlaBlaCar am Montag in Berlin mitteilte. Der Anbieter wirbt mit Aktionspreisen ab 99 Cent und verspricht "mehr Dynamik im Wettbewerb und eine größere Auswahl auf dem deutschen Fernbusmarkt".

BlaBlaCar ist der führende Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Europa; im Jahr 2015 kaufte das Unternehmen die Angebote mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de. Deutschlandchef Christian Rahn erklärte am Montag, mit der Kombination von Fernbussen und Mitfahrgelegenheiten könne das Unternehmen "neue Vorteile und Services" bieten. Er sei zuversichtlich, dass BlaBlaBus sich schnell am Markt etablieren könne.

Kooperation mit lokalen Busunternehmen

Die ersten fünf Verbindungen führen von Frankfurt am Main über Leipzig nach Berlin, von Dresden über Berlin und Hamburg nach Bremen, von Berlin nach München, von Berlin nach Düsseldorf und von Hamburg nach Düsseldorf. Als weitere Ziele ab Juli nennt BlaBlaBus Stuttgart, Münster, Karlsruhe und Mannheim. Wie Marktführer Flixbus arbeitet BlaBlaBus mit lokalen Busunternehmen zusammen.

Der Name BlaBlaCar beschreibt die Gesprächigkeit der Fahrer und Mitfahrer, die in ihrem Profil ihren Hang zum Plaudern einstufen und so gleichgesinnte Mitreisende finden können.

Kritik an Flixbus

Flixbus bietet nach eigenen Angaben Reisen zu 2000 Orten in 27 Ländern mit täglich rund 300.000 Verbindungen an. Zuletzt geriet das Unternehmen jedoch in die Kritik. Unter anderem fing ein Bus Feuer, alle 26 Insassen blieben jedoch unverletzt. 

Zudem gerät Flixbus immer wieder aufgrund des Umgangs mit seinen Fahrern in Kritik. So könnten Pausen aufgrund der zu hohen Erwartungen der Unternehmensspitze nicht eingehalten werden, um den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten


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