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Neue Geldscheine ab 28. Mai 2019 Interaktive Grafik: So sehen die neuen 100- und 200-Euro-Scheine aus

Von dpa und afp

Die neuen Scheine werden ab dem 28. Mai eingeführt. Foto: dpa/Peter EndigDie neuen Scheine werden ab dem 28. Mai eingeführt. Foto: dpa/Peter Endig

Frankfurt. Die Bundesbank bringt am 28. Mai neue Banknoten in Umlauf. Wie die Milliarden Hunderter und Zweihunderter der zweiten Generation aussehen werden, erfahren Sie hier.

Drei Milliarden neue 100- und 200-Euro-Scheine bringen die Notenbanken im Euroraum von Ende Mai an unters Volk. "Wir gehen davon aus, dass die Umstellung von Automaten auf die Scheine mit den verbesserten Sicherheitsmerkmalen reibungslos geklappt hat", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann am Dienstag in Frankfurt.

Vom 28. Mai an werden 2,3 Milliarden neue Hunderter und 700 Millionen Zweihunderter ausgegeben. Damit ist die zweite Generation der Euro-Banknoten komplett. Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger sind bereits in überarbeiteten Versionen im Umlauf. Im Kampf gegen Geldfälscher machen sich die Experten bereits Gedanken über die dritte Generation. "Es ist ein permanenter Austausch", sagte Beermann. Die konkrete Entscheidung treffe die Europäische Zentralbank (EZB).

Neu ist zum Beispiel das "Satelliten-Hologramm" rechts oben. Foto: imago images / Hannelore Förster

Schrittweiser Austausch geplant

Die neuen Geldscheine der zweiten Generation sollen noch schwerer zu fälschen sein als ihre Vorgänger. Völlig neu sind beim Hunderter und Zweihunderter ein "Satelliten-Hologramm" auf der Vorderseite rechts oben. Dort bewegen sich beim Neigen der Banknote kleine Euro-Symbole um die Wertzahl. Zudem kommen Sicherheitsmerkmale zum Einsatz, die bereits vom Zwanziger und Fünfziger bekannt sind: Sie haben ebenfalls ein durchsichtiges "Porträtfenster" und eine Smaragdzahl.


Die bisherigen Banknoten werden von den Zentralbanken schrittweise ausgetauscht. Sie behalten unverändert ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel, genauso wie der 500-Euro-Schein, der aber nicht mehr ausgegeben wird. Ende März waren nach Angaben der Bundesbank 22,1 Milliarden Euro-Banknoten im Wert von rund 1,216 Billionen Euro (1216 Milliarden Euro) im Umlauf. Davon entfielen auf die Hunderter rund 2,8 Milliarden Scheine und auf die Zweihunderter 262 Millionen Stück.

500-Euro-Scheine werden nicht mehr gedruckt

Auch wenn die Europäischen Zentralbank (EZB) den Druck und die Ausgabe des 500-Euro-Scheins beende, müssten sich Besitzer keine Sorgen machen. "Der 500er gilt immer und ewig", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann im Bayerischen Rundfunk. Jeder könne in aller Ruhe mit dem Schein weiter bezahlen und auch weiter "unter dem Kopfkissen liegen lassen". Insgesamt seien 500 Millionen 500-Euro-Scheine mit einem Gesamtwert von 256 Milliarden Euro im Umlauf. 

Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde die 500-Euro-Banknote vor allem von Kriminellen genutzt, um illegale Einkünfte zu verschleiern und Geld zu waschen. Die Deutsche Bundesbank und die Nationalbank Österreich stellten die Ausgabe der Scheine am Freitag ein. Die 500-Euro-Note machte zuletzt nach Angaben des Bankenverbands gerade einmal 2,3 Prozent des gesamten Geldumlaufs in der Eurozone aus. Letztmalig gedruckt wurde der Schein schon 2014.


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