Fehlende Umsätze im Online-Handel Taschen-Hersteller Bree ist pleite

Der Verkauf der Bree-Taschen ist in den Filalen zufriedenstellend. Anders sieht es beim Online-Handel aus. Foto: dpa-Bildfunk/Jochen LübkeDer Verkauf der Bree-Taschen ist in den Filalen zufriedenstellend. Anders sieht es beim Online-Handel aus. Foto: dpa-Bildfunk/Jochen Lübke

Osnabrück. Das Handtaschen-Unternehmen Bree hat beim Hamburger Amtsgericht einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beantragen müssen. Fehlende Umsätze im Online-Handel sind ein Grund für die Pleite.

Die Mitarbeiter sind informiert worden und ihre Löhne werden für die kommende drei Monate weitergezahlt, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. 

Noch im vergangenen Jahr hatte Bree die Anzahl der Mitarbeiter deutlich verringert und die Firmenzentrale von Hannover nach Hamburg verlagert. Außerdem habe das Unternehmen daran gearbeitet die Kollektion zu verjüngen und mit einem neuen Online-Shop dem Umsatz zu steigern. 

Zwar laufe das Geschäft laut Mitteilung in den 30 eigenen Filialen zufriedenstellend, hieß es Jedoch erwirtschafte Bree nur fünf Prozent des Umsatzes über den Online-Handel. Andere Taschenhersteller würden laut Mitteilung bereits 20 Prozent des Umsatzes im Online-Geschäft erzielen. 

Gegründet wurde Bree 1970 von Renate und Wolf Bree in Isernhagen bei Hannover. Das funktionale Design der Taschen überzeugte die Käufer über viele Jahre. Doch gelang es dem Unternehmen nicht, die Marke zu modernisieren und für eine jüngere Kundschaft attraktiv zu gestalten

Insolvenzverwalter und Geschäftsleitung sind auf der Suche nach einem international erfolgreichen Investor aus der Branche, der den beginnen Umbau weiter vorantreibt. Das Geschäft werde zunächst weiterlaufen.



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