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Statistisches Bundesamt Wie viel Arbeitnehmer im Westen und Osten verdienen

Von afp

Beim Einkommen gibt es zwischen Westen und Osten große Unterschiede. Foto: dpa/Andreas GebertBeim Einkommen gibt es zwischen Westen und Osten große Unterschiede. Foto: dpa/Andreas Gebert

Wiesbaden. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes zeigen: Im Osten wird mehr gearbeitet, aber weniger verdient. Den höchsten Stundenlohn gibt es in Hamburg.

Wer im Osten arbeitet, muss im Schnitt länger arbeiten, verdient aber weniger. Im Westen bekamen Arbeitnehmer im vergangenen Jahr durchschnittlich 3994 Euro brutto, im Osten hingegen nur 3150 Euro, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtete.

Bruttostundenlohn im Osten unter 19 Euro

Beim durchschnittlichen Bruttostundenlohn wird der Unterschied dem Bericht zufolge noch deutlicher. Im kompletten Osten liegt dieser unter 19 Euro, im gesamten Westen darüber. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es durchschnittlich nur 17,16 Euro brutto pro Stunde, in Hamburg 24,13 Euro. Das sind über 40 Prozent mehr.

In Sachsen-Anhalt wird am längsten gearbeitet

Eine Kluft gibt es auch bei der Wochenarbeitszeit: Im Westen beträgt sie durchschnittlich 35,3 Stunden, in den neuen Ländern 36,6 Stunden. In Sachsen-Anhalt wird am längsten gearbeitet (durchschnittlich 37 Wochenstunden), in Bremen am kürzesten (34,7 Stunden).

Im Westen wirtschaftsstarke Unternehmen

"Die Unterschiede sind Ausdruck dessen, dass im Osten weniger erwirtschaftet wird als im Westen", sagte Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) über die Diskrepanz bei den Löhnen zur "BamS". Im Westen seien mehr Betriebe mit hoher Wertschöpfung angesiedelt, zum Beispiel Chemie- und Automobilunternehmen. "Die können dann auch höhere Löhne zahlen."

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts basieren auf vierteljährlichen Verdiensterhebungen, bei denen die Anzahl der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer, ihre bezahlten Arbeitsstunden und ihre Bruttoverdienstsummen erfasst werden. Auszubildende sowie landwirtschaftliche Betriebe sind nicht einbezogen.


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