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31.01.2019, 18:00 Uhr KOMMENTAR

Nicht nur Umsatz, auch Gewinn muss im Handel her

Ein Kommentar von Nina Kallmeier


Während der Fahrradhandel boomt und ordentlich Umsatzplus vorweisen kann, geht unter anderem im Bekleidungshandel der Umsatz zurück. Foto: Christian Charisius/dpaWährend der Fahrradhandel boomt und ordentlich Umsatzplus vorweisen kann, geht unter anderem im Bekleidungshandel der Umsatz zurück. Foto: Christian Charisius/dpa

Osnabrück. Mehr Umsatz und mehr Beschäftigte im Handel: Der Handelsverband Deutschland ist mit dem vergangenen Jahr zufrieden. Schwierig bleibt das Geschäft der Innenstädte. Wie groß ist Bedeutung der Schlussverkäufe heute?

Der Handelsverband ist zufrieden: Das Umsatzwachstum 2018 entspricht den Erwartungen. Mehr aber auch nicht. Vor dem Hintergrund der zuletzt omnipräsenten Negativmeldungen von Gerry Weber & Co. und dem schleppenden Weihnachtsgeschäft hätte man fast mit einer „schwarzen Null“ zufrieden sein können.

Dass die Umsätze insgesamt – auch im stationären Handel – steigen, ist zwar erst einmal eine gute Nachricht. Doch Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Und die Umsätze sind je nach Segment unterschiedlich stark: Während Fahrradhändler jubeln, haben Schuhhandel und Spielwaren zu knapsen. Um Standorte immer wieder dem Markt anzupassen und zukunftssicher aufzustellen, braucht es jedoch Investitionen. Die werden nur dann getätigt, wenn der Händler auch verdient.

Der etablierte Modehandel bleibt zu Recht ein Sorgenkind. Zu groß war in guten Jahren der Drang, in der Fläche zu expandieren, statt frühzeitig den Trend zur Digitalisierung oder Shop-in-Shop-Konzepten zu erkennen und dem Kunden etwas zu bieten. Dabei können eine clevere Verknüpfung von Segmenten sowie stationärem und digitalem Geschäft dem Kunden Mehrwert bieten. Hier braucht es mehr Ideen, damit er weiterkommt. 


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