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29.01.2019, 18:48 Uhr KOMMENTAR

Hoffnungsvolle Zeichen bei KME: Kupferkonzern stellt sich neu auf

Ein Kommentar von Manuel Glasfort


KME blickt auf eine lange Geschichte zurück: Das Gebäude der Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerke AG (OKD) von 1873, aufgenommen neben der Verwaltung des Metallverarbeitungsunternehmens KME in Osnabrück. KME verkauft sein Messingstangen- und Rohrgeschäft nach China. Die Hailiang Gruppe aus Zhejiang übernimmt für rund 120 Millionen Euro Konzerngesellschaften in Berlin, Menden, Italien und Spanien. Foto: David EbenerKME blickt auf eine lange Geschichte zurück: Das Gebäude der Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerke AG (OKD) von 1873, aufgenommen neben der Verwaltung des Metallverarbeitungsunternehmens KME in Osnabrück. KME verkauft sein Messingstangen- und Rohrgeschäft nach China. Die Hailiang Gruppe aus Zhejiang übernimmt für rund 120 Millionen Euro Konzerngesellschaften in Berlin, Menden, Italien und Spanien. Foto: David Ebener

Osnabrück. Gelingt KME nach den langen Krisenjahren endlich die Trendwende? Der Verkauf des Messing- und Rohrgeschäfts nach China und die bevorstehende Übernahme des Konkurrenten MKM sind zumindest hoffnungsvolle Zeichen.

Das Management des Osnabrücker Kupferverarbeiters forciert zusammen mit den Eignern den Umbau des Konzerns und will sich auf höherwertige Kupferprodukte konzentrieren – ein vielversprechender Ansatz.

Noch vor wenigen Jahren produzierten die Osnabrücker vor allem Negativschlagzeilen. Nun könnte das Schlimmste überstanden sein, immerhin ist KME in die Gewinnzone zurückgekehrt. Und mit MKM übernehmen die Osnabrücker einen starken Rivalen, der nicht nur kräftig wächst, sondern auch in Zukunftsmärkte wie die Elektromobilität investiert hat. Die Fusion birgt aus Sicht der Beschäftigten natürlich auch eine Gefahr. Die Unternehmensführung wird Synergien heben wollen und noch ist offen, wie hart das den Standort Osnabrück treffen wird.

Bis KME wieder vollständig gesundet ist, dürfte noch einige Zeit vergehen. Viel hängt davon ab, wie reibungslos die Integration von MKM verläuft. Zeitgleich muss es dem Management gelingen, den drückenden Schuldenberg zumindest ein Stück weit abzutragen.


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