Edeka hat kein Interesse Entscheidung über Zukunft der Herforder Brauerei rückt näher

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Warsteiner ist weiterhin auf der Suche nach einem Partner für die Herforder Brauerei. Eine Entscheidung soll im ersten Halbjahr fallen. 2007 hatte die Warsteiner Gruppe Herforder übernommen. Foto: Fredrik von Erichsen dpaWarsteiner ist weiterhin auf der Suche nach einem Partner für die Herforder Brauerei. Eine Entscheidung soll im ersten Halbjahr fallen. 2007 hatte die Warsteiner Gruppe Herforder übernommen. Foto: Fredrik von Erichsen dpa

Osnabrück. Die Suche der Warsteiner-Gruppe nach einem Partner für ihre Tochter, die Herforder Brauerei, nähert sich dem Ende. Noch im ersten Halbjahr soll die Entscheidung über Kooperation oder Verkauf fallen. Ein möglicher Partner hat Warsteiner eine Absage erteilt.

Das Schild "Herforder Pils", das die Einfahrt zur Warsteiner-Tochter am Standort Sundern in Ostwestfalen markiert, ist hell erleuchtet. Ausgehen sollen die Lichter hier auch in Zukunft nicht. Allerdings hält die Warsteiner-Gruppe weiterhin an ihrem Vorhaben fest, einen Kooperationspartner oder einen Käufer für die Brauerei finden zu wollen. "Wir werden noch im 1. Halbjahr 2019 eine Entscheidung fällen und Belegschaft sowie Öffentlichkeit informieren“, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion bei Warsteiner.

Ausgehen sollen die Lichter in der Herforder Brauerei nicht. Verkaufen will Warsteiner nur mit Standortsicherung. Foto: Nina Kallmeier

Vor knapp einem Jahr hatte der Braukonzern verkündet, dass für die Herforder Brauerei ein Partner gesucht werde und sich damals eine Frist von einem Jahr gesetzt. Der Grund für diesen Schritt war unter anderem der Rückgang der Absatzzahlen bei Warsteiner gewesen. Diese sind laut jüngster Mitteilung 2018 wieder vor allem im Inland gestiegen.

Kurz vor Ablauf der Jahresfrist werden nach Aussage eines Warsteiner-Sprechers "Gespräche mit aussichtsreichen Partner geführt". "Für unsere Brauerei in Herford prüfen wir sorgfältig alle Kooperationsansätze oder gegebenenfalls einen Verkauf – dies allerdings nur bei einer Standortgarantie sowie breiter Distribution der Marke im Vertriebsgebiet", heißt von Warsteiner. Man stehe zur Brauerei in Herford und die wichtigsten Ziele seien der Ausbau des Standortes und die Sicherung aller Arbeitsplätze. Derzeit arbeiten noch rund 100 Mitarbeiter am Standort in Hiddenhausen-Sundern.

Auch über einen Verkauf der Brauerei an Edeka Rhein-Ruhr ist spekuliert worden. Die Herforder Brauerei agiert bereits als Lohn-Brauerei für deren Eigenmarken Traugott Simon und Oscar Maxxum. Zwischen Warsteiner und Edeka finden jedoch aktuell keine Gespräche statt, bestätigte ein Edeka-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Man setze jedoch weiterhin auf die Herforder Brauerei als verlässlichen Partner. Sie gehört seit 1. Juli 2007 zur Warsteiner-Gruppe.


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