Ein Bild von Manuel Glasfort
10.01.2019, 17:54 Uhr SICHERHEITSLEUTE LEGEN ARBEIT NIEDER

Streiks: Arbeitgeber sollten Entgegenkommen zeigen

Von Manuel Glasfort


An den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart fand am Donnerstag ein ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals statt. Die Flugausfälle trafen tausende Passagiere. Foto: Federico Gambarini/dpaAn den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart fand am Donnerstag ein ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals statt. Die Flugausfälle trafen tausende Passagiere. Foto: Federico Gambarini/dpa

Osnabrück. Tausende Flugpassagiere dürften sich gestern geärgert haben, weil ihre Flüge streikbedingt ausfielen. Als in den vergangenen Jahren gutverdienende Lufthansa-Piloten die Arbeit niederlegten, hielt sich das Verständnis in Grenzen. Doch bei den aktuellen Streiks der Sicherheitsleute sollten die Reisenden ihren Zorn zügeln.

Die Berufsgruppe ist wahrlich nicht zu beneiden. Das Zeitalter des massenhaften Flugverkehrs ist ohne diese Menschen undenkbar. Sie stehen an den Sicherheitsschleusen, kontrollieren Passagiere und Fracht. Kurz: Sie sorgen dafür, dass Flugreisende heute kaum einen Gedanken an mögliche Attentate oder Entführungen verschwenden müssen. Dafür müssen die Sicherheitsleute entweder permanent konzentriert auf einen Bildschirm starren oder sich die Beine in den Bauch stehen, während manche Passagiere ihre Launen an ihnen auslassen.  

Solche Arbeitsbedingungen möchten sich immer weniger Menschen antun, entsprechend sinkt nach Angaben von Gewerkschaften wie Arbeitgebern die Qualität der Bewerber seit Jahren.

Um die Arbeitsplätze attraktiver zu machen, sollten die Unternehmen bei der Bezahlung nachbessern und im Tarifkonflikt mehr Entgegenkommen zeigen. Selbst wenn Lohnerhöhungen am Ende moderat auf die Ticketpreise durchschlagen sollten – an der Flugsicherheit darf nicht gespart werden.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN