Großes Interesse Mehr als 81.000 Dieselfahrer schließen sich Klage gegen VW an

Von dpa

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Der vzbv will zusammen mit dem Autofahrerclub ADAC eine erst kürzlich eingeführte Musterfeststellungsklage gegen VW führen. Foto: dpa/Jae C. Hong/APDer vzbv will zusammen mit dem Autofahrerclub ADAC eine erst kürzlich eingeführte Musterfeststellungsklage gegen VW führen. Foto: dpa/Jae C. Hong/AP

Berlin. Das Interesse, sich an einer Klage gegen VW wegen des Dieselskandals zu beteiligen, ist groß. Mehr als 81.000 Käufer haben sich einer neuen Verbraucherklage angeschlossen.

Der neuen Verbraucherklage gegen Volkswagen wegen des Diesel-Abgasskandals haben sich inzwischen mehr als 81.000 Autokäufer angeschlossen. Sie beantragten einen Eintrag ins Klageregister, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Das Interesse, sich an einer Klage gegen VW zu beteiligen, sei also offensichtlich sehr groß, sagte vzbv-Chef Klaus Müller. "Wir rechnen damit, dass die Zahl der Anmeldungen weiter steigt."

Musterfeststellungsklage

Das Register war erst Ende November eröffnet worden. Damit über die Klage vor Gericht verhandelt werden kann, mussten sich binnen zwei Monaten mindestens 50 Betroffene eintragen. Der vzbv will zusammen mit dem Autofahrerclub ADAC eine erst kürzlich eingeführte Musterfeststellungsklage gegen VW führen – stellvertretend für vom Abgasskandal betroffenen VW-Kunden. Ziel ist, eine Grundlage für die leichtere Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen zu schaffen.

Weiterlesen: Musterfeststellungsklage gegen VW: Wer sollte mitmachen, wer nicht?

Bei der Musterfeststellungsklage übernehmen die Verbraucherschützer das Prozessrisiko. Verbraucher können sich bis zum Beginn des Prozesses eintragen. VW hat die Forderungen zurückgewiesen: Die Autos seien genehmigt, technisch sicher und fahrbereit. Im September 2015 hatte VW Manipulationen an Dieselmotoren einräumen müssen. Vom Pflichtrückruf bei Volkswagen sind 2,5 Millionen Autos betroffen.


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