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05.12.2018, 19:57 Uhr KOMMENTAR

Automobilindustrie: Die fetten Jahre sind vorbei

Von Nina Kallmeier


Handelsstreit, Diese-Diskussion, Grenzwerte: Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen.  Foto: Sebastian KahnertHandelsstreit, Diese-Diskussion, Grenzwerte: Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Foto: Sebastian Kahnert

Frankfurt. Der Pkw-Markt in Deutschland stagniert, im Ausland lauern Handelsstreitigkeiten. Wie geht es weiter mit der Automobilindustrie? Ein Kommentar.

Die Automobilindustrie ist im Umbruch, in mehrfacher Hinsicht: Zum einen stagnieren die Absatzzahlen und werden auch in den kommenden Jahren nicht wieder an Rekordwerte der Vergangenheit anknüpfen. Zum anderen befeuert das politische Ringen um den Diesel und Fahrverbote das Interesse von Kunden an Benzinern, aber auch an alternativen Antriebstechnologien – auch bei Nutzfahrzeugen. Der Umstieg auf solch zukunftsträchtige Technik kostet jedoch erst einmal viel Geld. Große Investitionen, die im ersten Moment kaum Ertrag bringen.

Hinzu kommt: Die Mobilität steht vor einem grundlegenden Wandel. Gerade größere Städte entwickeln Konzepte, die auf eine Vernetzung öffentlicher Verkehrsmittel und Individualverkehr setzen, um ihre Innenstädte zu entlasten. Bequem von A nach B zu kommen steht im Fokus, die Art und Weise ist zweitrangig. Darauf setzt auch das autonome Fahren. Hier investieren Hersteller ebenfalls richtigerweise – jedoch auch ohne kurzfristigen Nutzen.

Und dann ist da noch der für deutsche Hersteller wichtige amerikanische Markt. Zwar scheint es im Zollstreit eine Annäherung gegeben zu haben. Doch wenn Trump in der Vergangenheit eines gezeigt hat, dann dass er seine Einstellung von jetzt auf gleich ändern kann. Von daher sind höhere Zölle für BMW, Volkswagen & Co. noch nicht vom Tisch.


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