Tarifvertrag gefordert Streiks im Weihnachtsgeschäft - Verdi droht Amazon

Von dpa

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Amazon hat knapp 13 000 Mitarbeiter in Deutschland und stellt in der Weihnachtszeit Tausende von Aushilfen für seine zwölf Warenlager ein. Foto: Swen PförtnerAmazon hat knapp 13 000 Mitarbeiter in Deutschland und stellt in der Weihnachtszeit Tausende von Aushilfen für seine zwölf Warenlager ein. Foto: Swen Pförtner

Bad Hersfeld/Berlin/München. In der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts droht die Gewerkschaft Verdi dem Versandhändler Amazon mit Arbeitsausständen.

„Amazon kann sich in der Weihnachtszeit auf Streiks gefasst machen“, kündigte Günter Isemeyer, Sprecher im Verdi-Bundesvorstand, in Berlin an. Die Gewerkschaft ruft seit Mai 2013 immer wieder die Beschäftigten in den deutschen Logistikzentren auf, die Arbeit niederzulegen. Das Ziel: ein Tarifvertrag.

Amazon als weltgrößter Versandhändler erwiderte, vorbereitet zu sein. „Wir sind auf viele Szenarien eingestellt. Streiks sind aber nur eine Variable, wie etwa das Wetter mit Eis und Schnee und erschwerten Bedingungen“, erklärt ein Amazon-Sprecher in München. „Die Pakete werden pünktlich bei den Kunden ankommen.“ Wer bis Freitag vor Heiligabend bestelle, bekomme auf jeden Fall seine Lieferung.

Amazon hat knapp 13 000 Mitarbeiter in Deutschland und stellt in der Weihnachtszeit Tausende von Aushilfen für seine zwölf Warenlager ein. Die Beschäftigten bekommen, wenn sie zuverlässig arbeiten, Extra-Zahlungen aus einem Bonussystem, wie der Sprecher sagte. Damit sollen Anreize geschaffen werden, nicht an Streiks teilzunehmen.


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