Wegen Brexit Bank of England warnt vor massiven Wirtschaftseinbußen

Von dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Wirtschaft Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Bank of England in London. Foto: dpa/Stefan RousseauDie Bank of England in London. Foto: dpa/Stefan Rousseau

London. Die britische Wirtschaft könnte bei einem ungeordneten Brexit um acht Prozent einbrechen, schreibt die Notenbank in ihrem Bericht

Ein ungeordneter Brexit könnte in Großbritannien nach Angaben der Bank of England (BoE) die heftigste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg auslösen. Die britische Wirtschaft dürfte ohne eine Einigung mit der EU innerhalb eines Jahres um acht Prozent schrumpfen, schreibt die Notenbank in ihrem Bericht zum Brexit. Das Vereinigte Königreich will zum 29. März die EU verlassen.

Arbeitslosigkeit könnte merklich zunehmen

Die Arbeitslosigkeit wird angesichts der Wachstumseinbußen nach Einschätzung der BoE merklich zunehmen. Auch an den Finanzmärkten erwartet die Notenbank heftige Reaktionen. So dürfte das britische Pfund um 25 Prozent zum US-Dollar nachgeben. Der deutliche Rückgang des Pfundes dürfte die Inflationsrate auf 6,5 Prozent steigen lassen. Die Notenbank wäre dann zu deutlichen Leitzinsanhebungen gezwungen. In der Spitze könnte der Leitzins bis auf 5,5 Prozent steigen.

Premierministerin Theresa May und ihre Kabinettsmitglieder werben derzeit verzweifelt um Unterstützung für ihr Brexit-Abkommen. Am 11. Dezember soll das Parlament in London über den Deal abstimmen. Bislang scheint es aber mehr als fraglich, ob die Regierung eine Mehrheit für das Abkommen bekommen kann.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN