Ein Bild von Manuel Glasfort
06.11.2018, 19:29 Uhr AUSBAU VON KNOTENPUNKTEN GEPLANT

Gute Nachrichten für Bahnfahrer

Kommentar von Manuel Glasfort

Die Bundesregierung will das Schienennetz ausbauen und damit unter anderem die Voraussetzungen für lange Güterzüge schaffen. Foto: dpaDie Bundesregierung will das Schienennetz ausbauen und damit unter anderem die Voraussetzungen für lange Güterzüge schaffen. Foto: dpa

Osnabrück. Endlich einmal gute Neuigkeiten für Bahnfahrer: Das Verkehrsministerium treibt Sanierung und Ausbau des Schienennetzes voran. Viele Projekte des Bundesverkehrswegeplans werden hochgestuft und künftig mit höchster Priorität verfolgt. Damit ist es natürlich noch nicht getan. Aber ein Anfang ist gemacht.

Bis die Vorhaben realisiert sind, werden noch Jahre ins Land gehen.  Doch hat die Politik erkannt, dass sie den Schienenverkehr zu lange vernachlässigt hat. In den vergangenen Jahren hat der Bund Milliarden für das Streckennetz locker gemacht. Alles andere vertrüge sich auch nicht mit den vollmundigen Ankündigungen, mehr Güter- und Personenverkehr auf die Schiene zu verlagern. Um Stau auf den Gleisen zu vermeiden, müssen zwingend Strecken aus- und neu gebaut werden. Auch digitale Stellwerkstechnik kann helfen, die Kapazitäten zu erhöhen.  

Große Hoffnungen setzt die Bundesregierung in den geplanten „Deutschlandtakt“. Danach soll der Bahnverkehr so getaktet werden, dass an wichtigen Knotenpunkten Züge immer zur vollen oder halben Stunde fahren – ein Modellfahrplan, der die Verbindungen besser verzahnt und kürzere Reisezeiten ermöglicht.

Die Bahninfrastruktur fit zu machen, kostet Zeit und Geld. Und trotz der aktuellen Investitionsoffensive hinkt Deutschland laut Fahrgastvertretern bei den Pro-Kopf-Ausgaben hinter Nachbarstaaten wie Dänemark und Österreich hinterher. Aber ein Anfang ist gemacht.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN