Umstrittene Steuergeschäfte Friedrich Merz verspricht Aufklärung nach Razzia bei Blackrock

Von dpa

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Die Durchsuchungen bei Blackrock stehen  im Zusammenhang mit "Cum-Ex"-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011. Foto: Justin Lane/EPA FILE/dpaDie Durchsuchungen bei Blackrock stehen im Zusammenhang mit "Cum-Ex"-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011. Foto: Justin Lane/EPA FILE/dpa

München. Offenbar wegen umstrittener Steuergeschäfte hat die Staatsanwaltschaft Köln Räume des Vermögensverwalters Blackrock durchsucht. Bei dem Unternehmen sitzt Friedrich Merz im Aufsichtsrat.

Ermittler der Kölner Staatsanwaltschaft haben nach Informationen der "Bild"-Zeitung am Dienstag Räume des Vermögensverwalters Blackrock in München durchsucht. Es gehe um Informationen zu umstrittenen Steuergeschäften ("Cum-Ex"). Die Kölner Staatsanwaltschaft wollte den Bericht nicht kommentieren. "Ich sage nichts dazu", sagte ein Sprecher.

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Am Dienstagabend äußerte sich auch Friedrich Merz – Aufsichtsratschef des Deutschlandablegers von Blackrock – zu den Steuer-Ermittlungen. Die Vorwürfe beträfen die Jahre 2007 bis 2011, sagte Merz. Er sei aber erst 2016 bei Blackrock eingestiegen. "Ich habe den Vorstand angewiesen, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alles auf den Tisch zu legen." Merz kandidiert für den CDU-Vorsitz. 

Friedrich Merz sitzt bei Blackrock im Aufsichtsrat und kandidiert für den CSU-Vorsitz. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Bei "Cum-Ex"-Geschäften schieben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin und her. Am Ende ist dem Fiskus nicht mehr klar, wem sie überhaupt gehörten. Die Folge: Finanzämter erstatten Kapitalertragsteuern mehrfach und damit mehr, als sie zuvor kassiert hatten. 

Merz hatte zuletzt Aktien-Geschäfte wie "Cum-Ex" und "Cum-Cum" verurteilt. Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung.

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