Ferienbeginn in Belgien Streik am Brüsseler Flughafen: Mehr als 100 Flüge betroffen

Von dpa

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Aufgrund eines spontanen Streiks von Gepäckarbeitern bilden sich am Brüsseler Flughafen lange Schlangen. Foto: Nicolas MaeterlinckAufgrund eines spontanen Streiks von Gepäckarbeitern bilden sich am Brüsseler Flughafen lange Schlangen. Foto: Nicolas Maeterlinck

Brüssel. Letzter Schultag und dann schnell in den Urlaub - ein kurzfristiger Streik am wichtigsten Flughafen Belgiens durchkreuzt die Pläne vieler Reisender. Kommt es noch am Wochenende zu einer Einigung?

Der Streik der Gepäckarbeiter am Brüsseler Flughafen verdirbt vielen Urlaubern den Ferienbeginn in Belgien. Nach Angaben eines Flughafensprechers sollten am Samstag 110 von 550 Verbindungen gestrichen werden.

Die Verhandlungen zwischen dem Dienstleister Aviapartner und den Gewerkschaften blieben am Samstag zunächst ergebnislos, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Gewerkschaftern zufolge richtet sich der Streik unter anderem gegen Druck am Arbeitsplatz. Konkret geht es etwa um unklare Pausen-Regeln.

„Der Streik bei Aviapartner und der bei Ryanair ergeben einen tödlichen Cocktail“, sagte ein Reisender. In den vergangenen Wochen war es bei der irischen Billig-Airline Ryanair mehrfach zum Streik von Flugbegleitern und Piloten in mehreren europäischen Ländern gekommen. Das Personal wollte höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nach dem jeweiligen nationalen Recht erreichen.

Der spontane Aviapartner-Ausstand hatte am Donnerstagabend begonnen und soll bis Sonntagmorgen um 6.00 Uhr andauern. Zu Beginn der Ferienwoche zu Allerheiligen in Belgien trifft er auch viele Urlauber. Am Samstag wurden 70 000 Passagiere, am Sonntag 74 000 am Flughafen erwartet. Reisende sollten sich rechtzeitig mit ihrer Airline in Verbindung setzen und möglichst nur mit Handgepäck fliegen, empfahl der Flughafen.

Bereits am Freitag waren rund 130 Verbindungen von dem Ausstand betroffen. Einige Flüge wurden umgeleitet.


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