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Herbstaufschwung Volkswirte: Im September deutlich weniger Arbeitslose

Von dpa

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Niederlassung der Bundesagentur für Arbeit in Hannover. Foto: Julian StratenschulteNiederlassung der Bundesagentur für Arbeit in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte

Nürnberg. Nach der Sommerpause wird wieder mit deutlich sinkenden Arbeitslosenzahlen gerechnet. Experten sprechen vom Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im September nach Einschätzung von Experten deutlich gesunken. Dies habe hauptsächlich saisonale Gründe, sagten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Nach ihren Berechnungen waren im zu Ende gehenden Monat 2,256 Millionen Männer und Frauen ohne Job. Das wären etwa 95.000 weniger als im August und rund 184.000 weniger als vor einem Jahr. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag (9.55 Uhr) bekanntgeben.

Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist üblich. Nach dem Ende der Werksferien im Sommer stellen Unternehmen wieder verstärkt Mitarbeiter ein. Auch finden viele junge Leute einen Job, die nach Ende ihrer Ausbildung nicht übernommen worden waren und sich deshalb zum Sommerbeginn arbeitslos gemeldet hatten.

Für die kommenden drei Monate rechnen Jobvermittler der BA mit weiter sinkender Arbeitslosigkeit, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seinem Arbeitsmarktbarometer für September ermittelte. Die Daten basieren auf einer monatlichen Umfrage unter den Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland hat im September ein Rekordhoch erreicht. Die Zahl der offenen Stellen nahm in nahezu allen Branchen zu, wie die Bundesagentur ergänzend berichtete. Der von ihr monatlich ermittelte Stellenindex BA-X kletterte um fünf auf 257 Punkte. Die absolute Zahl der offenen Stellen will die Bundesagentur mit den September-Arbeitslosenzahlen veröffentlichen.

Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in ihrem Herbstgutachten den Fachkräftemangel als Hemmnis für den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland eingestuft. In diesem Jahr nimmt die Zahl der Erwerbstätigen nach ihren Schätzungen um etwa 590.000 Menschen zu. In den kommenden beiden Jahren erwarten die Ökonomen aber nur noch ein Plus von 420.000 beziehungsweise 310.000 Arbeitskräften. So werde es immer schwieriger, freie Stellen mit Arbeitslosen zu besetzen.


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