Diesel-Streit Bericht: VW will manipulierte Diesel mit besseren Katalysatoren ausstatten

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Man werde "maßgeschneidert für jeden Kunden das richtige Angebot zum Umstieg vorlegen", heißt es laut Spielgel aus dem VW-Konzern. Foto: dpa/Hauke-Christian DittrichMan werde "maßgeschneidert für jeden Kunden das richtige Angebot zum Umstieg vorlegen", heißt es laut Spielgel aus dem VW-Konzern. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Wolfsburg. VW lenkt im Streit um Diesel-Nachrüstungen ein – besteht laut Bericht allerdings darauf, nur 80 Prozent der Kosten der Hardware-Nachrüstung zu übernehmen.

Volkswagen lenkt als erster deutscher Autokonzern im Streit um Diesel-Nachrüstungen ein. Wie Spiegel Online berichtet, habe VW-Vorstandsvorsitzender Herbert Diess in einer Videokonferenz mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) versprochen, sich an Nachrüstungen von älteren Dieselautos finanziell zu beteiligen. Zudem sei ein großes Umtauschprogramm für Autos der Schadstoffklassen Euro 4 und 5 geplant.

Weiterlesen: Diesel-Nachrüstung: Scheuer will "Selbstbeteiligung der Halter auf null setzen"  

Laut Bericht bestehe Diess allerdings darauf, nur 80 Prozent der Kosten der Hardware-Nachrüstung zu übernehmen. Damit würde er den Plan Scheuers ablehnen, dass die Hersteller die gesamten Kosten tragen sollen. 

Bei der Nachrüstung hat der VW-Vorstandsvorsitzende insbesondere das Modell Passat im Blick, das über den nötigen Bauraum verfügt. Den Rückkauf von Fahrzeugen lehne er ab. 

Die Position der Autoindustrie war bisher, dass Hardware-Nachrüstungen zu aufwendig und teuer seien. Daher lehnten die Hersteller diese Umbauten an Motor und Abgasanlage ab. 

Treffen zwischen Bundeskanzlerin und Fachministern am Freitag

Scheuer verhandelt mit den drei großen deutschen Herstellern VW, Daimler und BMW über ein Maßnahmenpaket, um Diesel-Fahrverbote in Städten zu verhindern. Am (morgigen) Freitag will sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu mit mehreren Fachministern treffen. Die Bundesregierung ringt seit langem um eine gemeinsame Linie in der Dieselkrise.

Im Kern geht es bei dem Maßnahmen-Paket um ein mögliches Programm zum Rückkauf älterer Diesel durch die Hersteller, um höhere Prämien für Autobesitzer, die alte Diesel abgeben und neue Wagen kaufen, sowie um Umbauten an Motor.

(mit dpa)


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