Abgasskandal VW-Anlegerprozess: Viele werden leer ausgehen

Von Manuel Glasfort, 10.09.2018, 18:06 Uhr
Wegen des großen öffentlichen Interesses an dem Prozess musste die Verhandlung in der Braunschweiger Stadthalle stattfinden. Foto: AFP

Osnabrück. Der Abgasskandal kann noch mal richtig teuer werden für Volkswagen. Bestätigt die Justiz, dass der Konzern die Aktionäre früher über die Vorwürfe hätte informieren müssen, droht eine Milliardenzahlung. Die hätte auf die Konzernlenker einen größeren erzieherischen Effekt als jede Sonntagsrede eines Politikers. Im besten Fall klärt der Prozess die Frage, wer bei VW was wann wusste.

Lange Zeit standen die Autokäufer als Geprellte im Fokus der Öffentlichkeit. Doch auch die Anleger wurden von dem Autobauer getäuscht und verloren viel Geld, als der Kurs plötzlich in den Keller rauschte. Wenn sie nun vor Gericht Schadenersatz erstreiten wollen, kann man ihnen nur viel Glück wünschen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es sich bei den Klägern hauptsächlich um Großanleger handelt. Hinter Fondsgesellschaften wie der Deka stehen schließlich viele Kleinanleger.  

Klar ist auch: Viele Privataktionäre, die sich der Musterklage nicht angeschlossen haben, werden leer ausgehen. Vor einer eigenen Klage schrecken die meisten Betroffenen zurück, weil sie im ungünstigen Fall die Prozesskosten selbst tragen müssen. Und die Zeit arbeitet für VW: Ende des Jahres läuft die Verjährungsfrist ab.

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