Mehr als eine Million Betroffene Leiharbeit zahlt sich für Beschäftigte nur selten aus

Von dpa

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Leiharbeit soll Betrieben die Flexibilität ermöglichen, kurzfristig Personal aufzustocken. Foto: Bodo Schackow/ZB/dpaLeiharbeit soll Betrieben die Flexibilität ermöglichen, kurzfristig Personal aufzustocken. Foto: Bodo Schackow/ZB/dpa

Berlin. In Deutschland gibt es über eine Million Leiharbeiter. 40 Prozent von ihnen bleiben auch später ohne Job.

Die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland ist seit 2007 innerhalb von zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen. Ende 2017 waren 1.021.589 Menschen in dieser Beschäftigungsform tätig und damit so viele wie nie. Das geht nach Angaben des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Ende 2007 hatte die Zahl der Leiharbeiter bei 721.345 gelegen. Der Anteil an der Gesamtbeschäftigung habe im vergangenen Jahr bei 2,8 Prozent gelegen. In der Metallbearbeitung oder im Lager- und Postbereich sei er mit 14,9 beziehungsweise 12,0 Prozent deutlich höher gewesen.

Deutlich niedrigere Löhne

Leiharbeit soll Betrieben die Flexibilität ermöglichen, kurzfristig Personal aufzustocken. Sie soll vor allem Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten die Chance bieten, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Leiharbeiter erhalten einen deutlichen geringeren Lohn als andere Arbeitnehmer. 2017 betrug der mittlere Bruttolohn von Vollzeit-Leitarbeitern den Angaben zufolge 1868 Euro monatlich, der von allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 3209 Euro.

Keine gute Perspektive

Mit Blick auf die Frage, ob Leih- beziehungsweise Zeitarbeit eine Brücke in reguläre Beschäftigung darstellt, hieß es, knapp 40 Prozent derer, die im zweiten Halbjahr 2017 ein Beschäftigungsverhältnis in Leiharbeit beendeten, hätten 90 Tage danach noch keinen neuen Job. Rund 60 Prozent hätten in diesem Zeitraum eine neue Beschäftigung - rund 40 Prozent von ihnen jedoch ein weiteres Mal in Leiharbeit. 


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