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Nach "BamS"-Bericht Ministerium: Keine Anhaltspunkte für Abgasmanipulation bei VW-Benzinern

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Einem Medienbericht zufolge soll VW auch bei den Abgaswerten von Benzinern getrickst haben. Symbolfoto: dpa/Marcel KuschEinem Medienbericht zufolge soll VW auch bei den Abgaswerten von Benzinern getrickst haben. Symbolfoto: dpa/Marcel Kusch

Wolfsburg. Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge ist das Ausmaß der Abgasaffäre größer als angenommen: Nicht nur Dieselfahrzeuge seien manipuliert, sondern auch Benziner. Doch das Verkehrsministerium widerspricht.

Im VW-Abgasskandal haben sich nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums bislang keine Anhaltspunkte für einen Betrug bei Benzinern des Konzerns ergeben. Das teilte die Behörde am Sonntag auf Anfrage in Berlin mit.

Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, laut Zeugenaussagen in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft München sollten VW, Audi und Porsche auch bei Benzinern Abgastests manipuliert haben. Demnach hätten sich Getriebe-Experten im November 2015 zu einem Krisentreffen versammelt und berichtet, dass die Automatikgetriebe der Marken VW, Audi und Porsche bestimmte Schaltprogramme enthalten, die den Ausstoß der Abgase reduzieren. 

Aus einem weiteren Dokument von 2016 gehe hervor, dass Testfahrer angehalten wurden, das Programm zu aktivieren, indem sie die Zündung einschalten, den Warnblinker betätigen und fünfmal das Gaspedal voll durchdrücken.

VW wollte sich gegenüber "BamS" nicht äußern, verwies aber darauf, dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) sich schon "intensiv" mit den VW-Getriebethemen befasst habe. Offenbar prüfe das KBA derzeit die Benzinmotoren auf etwaige Manipulationen im Rahmen der staatsanwaltlichen Ermittlungen. 

VW hatte am 3. November 2015 mitgeteilt, dass es Unregelmäßigkeiten bei Angaben zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) gab. 800.000 Fahrzeuge könnten betroffen sein, darunter auch 98.000 Benziner. Später kam aus VW-Sicht Entwarnung: Es gehe lediglich um 36.000 Autos. Im November 2016 hatte das Bundesverkehrsministerium mitgeteilt, das KBA solle Berichte über angebliche Täuschungen bei CO2-Werten der VW-Tochter Audi prüfen.

(Mit dpa)


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