Analyse von Immowelt Zehn-Jahresvergleich: So stark sind die Mietpreise in Großstädten gestiegen

Von Anna Behrend und Lorena Dreusicke

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Wohnhäuser im Neubaugebiet Gorbitz: In Dresden sind die Mietpreise in zehn Jahren um 35 Prozent gestiegen. Foto: dpa/Monika SkolimowskaWohnhäuser im Neubaugebiet Gorbitz: In Dresden sind die Mietpreise in zehn Jahren um 35 Prozent gestiegen. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Nürnberg. In einer deutschen Metropole zur Miete zu wohnen hat sich von 2008 bis 2018 teils arg verteuert. Laut einer Markt-Analyse des Immowelt-Portals war der Preisboom in Berlin am heftigsten.

Das Immobilienportal immowelt.de hat die Mietpreise in den 14 größten Städten Deutschlands verglichen und eine "Mietexplosion" diagnostiziert: In allen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern sind die Kaltmieten gestiegen. 

Am stärksten war demnach der Anstieg in Berlin, wo Mieter heute oft doppelt so viel bezahlen müssen wie noch vor zehn Jahren: 11,40 Euro kostet der Quadratmeter im Mittelwert (+104 Prozent). Bundesweit ist das Rang fünf. In Essen zogen die Preise am geringsten an: um 21 Prozent auf 6,80 Euro. Fast das Dreifache müssen Mieter in München bezahlen: 17,90 Euro pro Quadratmeter (+61 Prozent). 

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München ist damit nicht nur am teuersten, sondern auch die Stadt mit dem wenigsten Leerstand. In den ostdeutschen Städten sind die Mietpreise mäßiger gestiegen und in Leipzig gibt es laut Immowelt mit knapp fünf Prozent Leerstand noch am meisten Auswahl für Wohnungssuchende.

Die Daten basieren laut Angaben des Portals auf 250.000 oft aufgerufenen Inseraten. Die Preise stammen jeweils aus dem ersten Halbjahr 2008 und 2018. Sie spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider, also den mittleren Wert der Angebotspreise.


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