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17.08.2018, 20:35 Uhr PRODUKTION WIRD UMSTRUKTURIERT

Volkswagen setzt sich ambitionierte Ziele

Kommentar von Manuel Glasfort

Volkswagen strafft seinen Produktionsprozess. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaVolkswagen strafft seinen Produktionsprozess. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Wolfsburg. VW-Chef Herbert Diess will den Autokonzern profitabler machen. Als ehemaliger Chef der Kernmarke weiß er um die Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt.

Die Autos mit dem VW-Emblem warfen zuletzt zwar etwas mehr Gewinn ab, doch im Vergleich zu anderen Konzerntöchtern und der Konkurrenz bleibt die Umsatzrendite der Kernmarke mager. Und trotz der jüngsten Absatzerfolge droht wegen der Probleme bei der Umstellung auf die neue WLTP-Verbrauchsnorm ein ungemütlicher Herbst.

Der Verkaufsschlager Golf soll zukünftig nur noch im Wolfsburger Stammwerk vom Band rollen – ein vernünftiger Schritt zur Straffung der Produktion. Allerdings wirkt das vom Management ausgegebene Ziel von 25 Prozent mehr Produktivität an den deutschen Standorten bis 2020 sehr ambitioniert. Die VW-Mitarbeiter werden sich auf zusätzliche Anstrengungen einstellen müssen.

Eng wird es für die Ingenieure, die am Dieselskandal beteiligt waren. Ihnen droht nun offenbar der Rausschmiss aus dem Konzern. Das ist nur konsequent, dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack vor dem Hintergrund der Vorwürfe gegen Diess. Medienberichten zufolge soll der heutige VW-Chef ebenso wie sein Vorvorgänger Martin Winterkorn frühzeitig von den Abgasbetrügereien gewusst haben. Sollte sich das bewahrheiten, müsste auch er gehen.


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