Größter Umsatz mit Bekleidung Diese Moderiesen dominieren den deutschen Markt

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Markendschungel in der Kölner Innenstadt: Doch auch online boomt der Modehandel. Foto: imago/Ralph PetersMarkendschungel in der Kölner Innenstadt: Doch auch online boomt der Modehandel. Foto: imago/Ralph Peters

Hamburg. H&M, Kik oder doch Zalando? Am meisten Umsatz mit Mode macht in Deutschland ein Konzern, der als Versandhändler begann.

Wenn die Deutschen in Kauflaune sind, profitieren auch die Modehändler. Denn die Menschen hierzulande geben immer mehr für Bekleidung und Schuhe aus: 2017 wurden insgesamt mehr als 75 Milliarden Euro für Mode umgesetzt. Statistisch gesehen gab jeder deutsche Haushalt 2016 im Monat etwa 108 Euro für Textilien und Schuhe aus.

Doch wo kaufen die Deutschen ihre Kleidung ein? Hinweise darauf geben die Umsatzzahlen der Modebranche. Die Fachzeitschrift "Textilwirtschaft" schlüsselt regelmäßig die größten Bekleidungsunternehmen Deutschlands auf: Angeführt wird die Liste seit Längerem von der Otto-Gruppe und H&M. Sie verbuchen mit Abstand den größten Umsatz. Welche weiteren Händler laut "Textilwirtschaft" zur Top 20 gehören, zeigt die Grafik:

Gemessen am Umsatz führt also der sogenannte Multichannel-Händler Otto mit mehreren stationären Ketten und Onlineshops das Ranking im deutschen Modemarkt an. Auch der Zweitplatzierte H&M setzt sowohl auf das Onlinegeschäft als auch auf Filialen in den Fußgängerzonen. 

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Billig boomt

Im hart umkämpften Modemarkt verlieren dagegen Warenhäuser – etwa Kaufhof, Karstadt sowie C&A, wie der Vergleich mit den Vorjahreszahlen zeigt. Auch sie setzen auf den Verkauf in Filialen und im Internet, dennoch sind es die besonders preisaggressiven Discounter und Billigmodeanbieter, die beim Umsatz mit Textilien seit Jahren zulegen. Der Erfolg von Kik, Aldi und Lidl nährt sich aber nicht nur aus ihren Niedrigpreisen, sie profitieren auch von der Dichte des Filialnetzes. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Top 20 der Modehändler in Deutschland am Markt positioniert haben: 

(Zalando, Klingel und Breuninger erscheinen in der Grafik nicht, weil sie im Vergleich viel weniger Verkaufsplätze anbieten: Zalando betreibt einen Onlineshop und vier Outlet-Stores. Zur Klingel-Gruppe gehören etwa 15 Mode-Versandhändler und -shops. Breuninger betreibt elf Warenhäuser und einen Onlineshop.)

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