Viele unterschiedliche Label auf dem Markt McDonald's: Nur Tierwohl-Kennzeichnung durch Staat sinnvoll

Von Dirk Fisser

McDonald's Deutschland schaltet sich in die Debatte um ein staatliches Tierwohllabel ein. Foto: dpaMcDonald's Deutschland schaltet sich in die Debatte um ein staatliches Tierwohllabel ein. Foto: dpa

Osnabrück. Immer mehr Tierwohl-Kennzeichnungen für Fleischprodukte kommen auf den Markt. Jetzt meldet sich der Fast-Food-Riese McDonald's zu Wort und gibt eine eindeutige Empfehlung für eine staatliche Einheitskennzeichnung.

Der Chef von McDonalds in Deutschland hat sich für eine einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung durch den Staat ausgesprochen. Vorstandsvorsitzender Holger Beeck sagte unserer Redaktion: „Für den Verbraucher ist es nicht sinnvoll, wenn es viele verschiedene, private Initiativen im Hinblick auf Tierwohlkennzeichnung gibt. Besser wäre ein einheitliches, vom Gesetzgeber vorgegebenes, Tierwohllabel.“ Dies schaffe Vertrauen und gebe Orientierungshilfe, so der Vorstandsvorsitzende.

McDonalds betreibt in Deutschland nach eigenen Angaben 1480 Restaurants. Im vergangenen Jahr kaufte und verarbeitete der Fast-Food-Riese mehr als 68.000 Tonnen Fleisch – davon etwa 60 Prozent vom Rind.

Viele privatwirtschaftliche Initiativen

In den vergangenen Wochen hatten fast alle große Handelsketten eigene Tierwohlkennzeichnungen für Fleischprodukte präsentiert. Das Bundeslandwirtschaftsministerium arbeitet derzeit an einer freiwilligen staatlichen Kennzeichnung. (Weiterlesen: Jetzt auch Rewe: Supermarkt führt Kennzeichnung für Fleisch ein)

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) strebt an, dass ein staatliches Tierwohlkennzeichen mit drei Stufen bis 2020/2021 in die Supermärkte kommt. Die Initiativen des Handels gehen teilweise darüber hinaus. Klöckner hatte zuletzt gesagt, sie gehe davon aus, dass sich ein verlässliches staatliches Label durchsetzen werde. Die genauen Kriterien sind derzeit noch unklar. (Weiterlesen: Tierwohl-Kennzeichnung: Wie viel Platz braucht das Schwein?)


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