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31.07.2018, 18:42 Uhr KOMMENTAR

E-Mobilität braucht Impulse

Kommentar von Nina Kallmeier

Tesla könnte der E-Mobilität in Deutschland einen Schub geben. Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpaTesla könnte der E-Mobilität in Deutschland einen Schub geben. Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpa

Osnabrück. Tesla-Chef Elon Musk will eine große Fabrik in Europa hochziehen. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in NRW legt man sich ins Zeug, um den amerikanischen E-Auto-Pionier als Standort zu überzeugen. Ein Kommentar.

Die Elektromobilität in Deutschland könnte neuen Schub bekommen. Nicht nur heimische Autobauer versuchen – bislang mit mäßigem Erfolg – in den Massenmarkt zu kommen. Mit Tesla könnte es bald auch für das Lifestyle-Produkt der E-Mobilität heißen: made in Germany.

Ungewöhnlich ist der Schritt des US-Unternehmens auf den ersten Blick schon. Tesla kämpft damit, sein schnittiges Produkt massentauglich zu machen, schreibt weiter rote Zahlen. Fast jeden zehnten Mitarbeiter will Firmenchef Elon Musk entlassen, um profitabler zu werden. Eine neue Fabrik ist zunächst vor allem eines: teuer. Da scheint die Milliardeninvestition von BMW in seine deutschen Werke zur Vorbereitung auf die E-Mobilität auf einem solideren Fundament zu stehen.

E-Mobilität in Deutschland braucht jedoch Impulse. Zu teuer, zu wenig Reichweite, zu wenig Infrastruktur – der Verbraucher hat gute Gründe für seine Skepsis. Und ein E-Auto mit Atomstrom zu betanken ist alles andere als grüne Mobilität. Es wäre also zu wünschen, dass das Gedankenspiel des Elon Musk der Antriebstechnologie neuen Schwung verleiht. Ein gutes Angebot der Autobauer regt das Kundeninteresse an, je mehr sich für ein E-Auto entscheiden, desto besser wird die Infrastruktur ausgebaut. Und das wiederum setzt möglicherweise weitere Anreize für den Kunden.


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