Ermittlungen gegen Winterkorn Dudenhöffer: "Vorwürfe bestätigen das Bild der Raffgier"

Von Nina Kallmeier

Sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn bestätigen, nehme die Marke VW noch einmal starken Schaden, ist sich Ferdinand Dudenhöffer sicher. Foto: Julian Stratenschulte/dpaSollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn bestätigen, nehme die Marke VW noch einmal starken Schaden, ist sich Ferdinand Dudenhöffer sicher. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Osnabrück. Der VW-Konzern sollte sich stärker von seinem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn distanzieren, fordert Ökonom und Verkehrswissenschaftler Ferdinand Dudenhöffer im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Chance auf Entschädigung der Aktionäre sieht Automobilexperte aufgrund der Ermittlungen steigen.

Mit Blick auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen den Ex-VW-Chef sagte Dudenhöffer: „Wenn sich herausstellt, dass die Vorwürfe wahr sind, wird die Marke VW weiter stark beschädigt. Denn die Vorwürfe bestätigen das Bild der Raffgier.“ Um sich selbst zu schützen, müsse VW seinerseits Klage gegen Winterkorn einreichen und vorsorglich Ansprüche stellen, sollte dieser als Vorstandsvorsitzender seine Pflichten verletzt haben.  

Auch auf noch ausstehende Verfahren gegen den Wolfsburger Autokonzern im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal könnten die Ermittlungen Auswirkungen haben, ist der Automobilexperte überzeugt: „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass VW die Aktionärsforderungen in Milliardenhöhe erfüllen muss.“ Die Ermittlungen würden die Glaubwürdigkeit der Zeugen steigern, die sagen, Winterkorn habe frühzeitig von Manipulationen gewusst und nicht reagiert.


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