25 Prozent auf Importe Wegen US-Zöllen: EU führt eigene Schutzzölle auf Stahlprodukte ein

Von dpa

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Die EU will die europäische Industrie durch die Sonderabgaben auf Stahlprodukte schützen. Foto: dpa/Stephen B. Morton/APDie EU will die europäische Industrie durch die Sonderabgaben auf Stahlprodukte schützen. Foto: dpa/Stephen B. Morton/AP

Brüssel. Auf Importe, die wegen der US-Zölle zusätzlich in die EU kommen, soll ein Zollsatz in Höhe von 25 Prozent fällig werden.

Die EU führt an diesem Donnerstag Sonderabgaben auf Stahlprodukte ein, um die europäische Industrie vor schwerwiegenden Marktverzerrungen durch die neuen US-Zölle zu schützen. Der Zusatzzollsatz in Höhe von 25 Prozent werde auf Importe fällig werden, die wegen der US-Zölle zusätzlich in die EU kommen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. An der Verzollung der traditionellen Importmengen ändert sich demnach nichts. Sie werden von der EU als die Durchschnittsmengen der vergangenen drei Jahren definiert.

Handelskommissarin: EU muss handeln

"Die US-Zölle auf Stahlprodukte verursachen eine Umlenkung der Handelsströme, die europäischen Stahlproduzenten und Arbeitern ernsthaften Schaden zufügen könnte", erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu der EU-Entscheidung. Der EU bleibe deswegen nichts anderes übrig, als mit vorläufigen Schutzmaßnahmen zu reagieren.

Bereits im Juni hatte die EU Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder in Kraft gesetzt. Auch sie sind eine Reaktion auf die Einführung von US-Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte, die von den Europäern als nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO angesehen werden.

US-Präsident Donald Trump begründet die Zusatzzölle "mit nationalen Sicherheitsinteressen". Die EU hält das jedoch für unglaubwürdig und geht davon aus, dass es eigentlich nur darum geht, US-Herstellern Vorteile zu verschaffen. 


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