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16.07.2018, 18:28 Uhr ABGASBELASTUNG IN DEN STÄDTEN

Fahrverbote: Alternativen erproben

Kommentar von Manuel Glasfort

In Hamburg gibt es Fahrverbote für ältere Diesel auf zwei Streckenabschnitten. Niedersächsische Städte halten sich bisher damit zurück. Foto: dpaIn Hamburg gibt es Fahrverbote für ältere Diesel auf zwei Streckenabschnitten. Niedersächsische Städte halten sich bisher damit zurück. Foto: dpa

Osnabrück. Autofahrer in Niedersachsen konnten die Debatte um Fahrverbote bislang gelassen verfolgen, und dabei bleibt es vorerst auch. Während Hamburg und Stuttgart mit Fahrverboten für reinere Luft sorgen wollen, halten sich die Großstädte im VW-Land zurück, obwohl auch hier teils „dicke Luft“ herrscht. Nur Hannover erwägt bisher Fahrverbote für zwei Straßen.

Das sind gute Nachrichten für all jene Menschen, die im Vertrauen auf Gesetzgeber und Hersteller einen Diesel gekauft haben. Fahrverbote – so sie sich überhaupt durchsetzen lassen – würden diese Bürger voll treffen. 

Untätigkeit ist natürlich keine Option. Wo die Grenzwerte gerissen werden, müssen die Stadtverwaltungen aktiv werden. Doch es gibt bessere Methoden als Fahrverbote. Eine Möglichkeit besteht darin, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten. Günstigere Fahrpreise und eine bessere Taktung der Abfahrten könnten manchen Pendler zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Auch sollten die Städte für einen glatten Verkehrsfluss sorgen. Denn das ewige Stop-and-go erhöht die Stickoxidbelastung deutlich.

Es gibt Alternativen zu Fahrverboten, die zwar mühseliger umzusetzen sind, aber Umwelt und Dieselbesitzern gleichermaßen nützen.


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