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29.06.2018, 18:02 Uhr KOMMENTAR

Digitale Lücke schließen

Kommentar von Nina Kallmeier

Apple bleibt das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Foto: Peter Kneffel/dpaApple bleibt das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Foto: Peter Kneffel/dpa

Osnabrück. US-Digitalkonzerne führen das Ranking der wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit an. Nicht einmal der deutsche Softwareriese SAP kann mit den Tech-Konzernen aus Übersee mithalten. Ein Kommentar.

Nicht einmal der Software Riese SAP hat es geschafft. Die Top Ten der wertvollsten börsennotierten Unternehmen dominieren weiter US-Firmen, allen voran Markenstrategen wie Apple, Google & Co. Sie haben sich über die vergangenen Jahre einen Wert aufzubauen, an den andere nur schwer herankommen werden. Zu groß und gefestigt ist der Einfluss der US-Riesen auf das tägliche Leben.

Dass sich ausschließlich Digitalunternehmen unter den wertvollsten zehn finden, spiegelt den Trend der Zeit wider. Ohne digitale Konzepte geht nichts mehr. Wer sich da breit aufstellt und von der privaten Kommunikation bis zur Medizintechnik alles unter einem Dach vereint wie Google-Mutterkonzern Alphabet, gewinnt. Auch an Wert.

An die Sogwirkung eines Silicon-Valleys kommt Europa einfach nicht ran, ebenso wenig ist es eine Konkurrenz zum riesigen heimatlichen Zielmarkt, den Startups in den USA vorfinden. Lamentiert haben die Europäer über diese Ungleichheit viel, nur Taten sind bis heute nicht gefolgt. Die Digitalstrategie ist nicht mehr als ein Flickenteppich, renommierte Wagniskapitalgeber fehlen.

Bayern versucht, mit digitalen Gründerzentren der Start-up Kultur à la Silicon Valley einen Schub zu geben, ein Netzwerk aufzubauen. Die Hubs könnten bundesweit ein Vorbild sein und der Digitalwirtschaft einen Schub geben.


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