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Statistisches Bundesamt Deutsche Reallöhne klettern weiter

Von dpa

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Zuletzt waren die Reallöhne im dritten Quartal 2013 im Jahresvergleich gesunken. Foto: Arno BurgiZuletzt waren die Reallöhne im dritten Quartal 2013 im Jahresvergleich gesunken. Foto: Arno Burgi

Wiesbaden. Im Aufschwung steigen die Gehälter immer noch schneller als die Verbraucherpreise. Auf lange Sicht haben einige Arbeitnehmergruppen im Vergleich zu anderen aufgeholt.

Die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Deutschland ist auch im ersten Quartal dieses Jahres weiter gestiegen. Die Menschen hatten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Reallohnplus von 1,1 Prozent in der Tasche.

Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Der Reallohn ergibt sich aus dem Bruttolohnindex (plus 2,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum), von dem die allgemeine Teuerung (1,6 Prozent) abgezogen wird.

Damit hat sich ein langfristiger Trend fortgesetzt. Zuletzt waren die Reallöhne im dritten Quartal 2013 leicht gesunken. Von 2007 bis 2017 sind die Brutto-Einkommen inklusive Sonderzahlungen um 25,8 Prozent geklettert, während die Verbraucherpreise nur um 13,7 Prozent anstiegen. Daraus ergibt sich ein durchschnittliches Reallohnplus von 12,1 Prozent über den Zeitraum.

Die nicht preisbereinigten Bruttoeinkommen haben sich in dem beobachteten Zeitraum für einzelne Berufs- und Bevölkerungsgruppen aber unterschiedlich entwickelt. Überdurchschnittlich legten beispielsweise leitende Angestellte mit einem Gehaltsplus von 33,0 Prozent zu. Bei Teilzeitkräften (+29,8 Prozent) und geringfügig Beschäftigten (+31,8 Prozent) könnte sich der 2015 eingeführte Mindestlohn ausgewirkt haben. Fachkräfte (+22,8 Prozent) und angelernte Arbeitnehmer (+22,0 Prozent) konnten ihre Einkommen hingegen nicht so stark ausbauen.

Bestimmte Einkommensunterschiede haben sich etwas abgeflacht, wie aus der Statistik weiter hervorgeht. So legten die Gehälter von Frauen mit 28,1 Prozent stärker zu als die der Männer mit 24,6 Prozent. Auch der Osten holt mit einem Einkommensplus von 31,4 Prozent zum Westen auf, wo im Schnitt 25,2 Prozent mehr verdient wurde.


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