Paris gibt grünes Licht Kommentar: Daimler und das Kältemittel

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Sieg für Daimler vor dem obersten Verwaltungsgericht in Paris: Der Konzern darf seine Mercedes-Kompaktwagen auch in Frankreich wieder verkaufen.Sieg für Daimler vor dem obersten Verwaltungsgericht in Paris: Der Konzern darf seine Mercedes-Kompaktwagen auch in Frankreich wieder verkaufen.

Osnabrück. Daimler darf seine Kompaktmodelle auch in Frankreich wieder verkaufen. Das oberste Verwaltungsgericht des Landes hat am Dienstagnachmittag in Paris die Entscheidung zugunsten des Autokonzerns bekannt gegeben. Es ging um die Verwendung eines Kältemittels für Klimaanlagen, das für neu auf dem Markt befindliche Automodelle nach EU-Recht eigentlich nicht mehr zulässig ist.

Aufatmen in Stuttgart - Daimler kann seine Kompaktmodelle in Frankreich wieder verkaufen. Der Streit um die Verwendung des neuen Kältemittels mit dem Namen, den sich kein Mensch merken kann, aber auch nicht muss (R1234yf), geht in die Fortsetzung.

Denn das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Ab 2017 müssen Klimaanlagen in Neuwagen mit einem angeblich weniger umweltschädlichen Mittel betrieben werden. Da bleibt noch viel Forschungsbedarf, bis die Ungefährlichkeit der Flüssigkeit, wie von deren Herstellern betont, einwandfrei nachgewiesen ist.

Diese erste Runde geht allerdings an Daimler. Der Konzern hat diesen Streit geradlinig verfolgt. Vorstandschef Dieter Zetsche, von Hause aus Techniker, und seine Leute haben das Thema konsequent weiter verfolgt und alles auf eine Karte gesetzt: auf die Sicherheit für Autofahrer.

Der Automarke Mercedes und dem Ansehen ihrer Führungsmannschaft wird dieses Urteil des obersten französischen Verwaltungsgerichts gut tun - in Frankreich, in Europa und der Welt. Zetsche und Co. können sich diese Erfolgsmeldung ans Revers stecken. Vor allem der Vorstandschef braucht diese Entscheidung aus Paris dringend. Denn Dieter Zetsche ist in den vergangenen Jahren längst nicht alles gelungen, was er angepackt hat. Geringe Dividenden, Qualitätsmängel bei den Produkten und schwierige Märkte haben dem dynamischen Manager zugesetzt. Jetzt kann er erst einmal durchatmen.


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