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13.05.2018, 17:47 Uhr TEURES TANKEN

Ölpreis steigt: Opec darf nicht übertreiben

Kommentar von Manuel Glasfort

Diese Ölpumpe steht in den USA, die schon bald zum weltgrößten Erdölexporteur aufsteigen könnten. Foto: dpaDiese Ölpumpe steht in den USA, die schon bald zum weltgrößten Erdölexporteur aufsteigen könnten. Foto: dpa

Onabrück. Schlechte Nachrichten für die Verbraucher: Donald Trump, die Opec und die höhere Nachfrage haben den Ölpreis auf ein Dreijahreshoch katapultiert. Die Preisanzeige an der Zapfsäule dreht sich schneller als bisher gewohnt.

Ein etwas höherer Ölpreis muss jedoch nicht schlecht sein, zeugt er doch von einer guten Konjunktur und zwingt Privatleute wie Unternehmen zu einem sparsameren Umgang mit dem „schwarzen Gold“, das langfristig ohnehin zur Neige gehen wird.

Die Verknappungstaktik der Opec zeigt endlich Wirkung, jetzt sollte das Förderkartell es nicht übertreiben. Ein Ölpreis von 100 Dollar und mehr – wie er offenbar Saudi-Arabien vorschwebt – wäre Gift für die Weltwirtschaft. Die gute Nachricht ist freilich, dass die Opec anders als früher den Preis nicht mehr allein machen kann. Dank der Fracking-Revolution könnten die USA nach Expertenmeinung bereits 2019 wieder der größte Erdölexporteur der Welt werden. Gut möglich, dass die höheren Preise eine Episode bleiben.

Bis dahin gilt: Verbraucher müssen nicht nur auf der Verliererseite stehen. Mit Aktien der großen Ölförderer können sie an den höheren Spritpreisen mitverdienen.


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