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03.05.2018, 17:08 Uhr KOMMENTAR

Adidas-Tochter: Frisches Profil gefragt

Kommentar von Nina Kallmeier

Schon für das Jahr 2017 konnte Adidas-Chef Kasper Rorsted Rekordzahlen vorliegen. Ins aktuelle Geschäftsjahr ist der Sportartikelhersteller ebenfalls gut gestartet. Foto: dpaSchon für das Jahr 2017 konnte Adidas-Chef Kasper Rorsted Rekordzahlen vorliegen. Ins aktuelle Geschäftsjahr ist der Sportartikelhersteller ebenfalls gut gestartet. Foto: dpa

Osnabrück. Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal beim Gewinn einen großen Sprung nach vorn gemacht. Der Zuwachs resultierte auf höheren Umsätzen bei der Hausmarke Adidas. Bei der Fitnesstochter Reebok gingen die Erlöse zurück. Ein Kommentar.

Mit einem satten Plus hat Adidas das Jahr 2017 abgeschlossen, und ebenso erfolgreich ist
der Sportartikelhersteller ins WM-Jahr 2018 gestartet. Mit diesem Fußball-Großereignis im Rücken ist davon auszugehen, dass die guten Nachrichten für das Unternehmen nicht abreißen.
Getrübt wird der Jahresauftakt dennoch: Die Marke Reebok bleibt ein Sorgenkind, die Umsätze weltweit gingen erneut zurück, während die Kernmarke das Wachstum generiert. Dabei wollten die Herzogenauracher mit dem Kauf der Marke vor 13 Jahren vor allem ihre Position auf dem amerikanischen Markt stärken. Nach zwischenzeitlichen Lichtblicken ist der Plan bislang nicht aufgegangen. Obwohl der anhaltende Fitness-Trend Reebok eigentlich in die Karten spielen müsste.
Doch davon keine Spur, auch wenn die Umsätze im US-Markt zum ersten Mal seit Jahren steigen. Was der Adidas-Tochter fehlt, sind ein frisches Profil und passionierte Fans, damit sie es in dem hart umkämpften Sportartikelmarkt mit der Konkurrenz aufnehmen kann. Somit ist sie nicht das zugkräftige Aushängeschild, das Adidas bräuchte, um im US-Markt an Weltmarktführer Nike heranzukommen. Bis 2020 hat Konzern-Chef Kasper Rorsted sich ausgebeten, um über den Verbleib der Marke Reebok im Konzern zu entscheiden. Ob nach dem jahrelangen Abwärtstrend zwei Jahre ausreichen, um profitabel zu werden, bleibt fraglich.