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11.04.2018, 18:07 Uhr BOMBARDIER-DEAL

Airbus: Zur Abwechslung gute Nachrichten

Kommentar von Manuel Glasfort

Soll ein neuer Bestseller werden: der Mittelstreckenjet Airbus A320neo. Foto: AFPSoll ein neuer Bestseller werden: der Mittelstreckenjet Airbus A320neo. Foto: AFP

Osnabrück. Airbus hat derzeit einen Lauf. Nachdem der europäische Flugzeugbauer monatelang vor allem mit Führungsquerelen, Korruptionsermittlungen und Stellenabbau Schlagzeilen machte, häuften sich zuletzt die guten Nachrichten. Die skandinavische Fluglinie SAS bestellt 35 Flugzeuge vom Typ A320neo, die Übernahme von Bombardiers Mittelstrecken-Baureihe C-Serie läuft schneller als gedacht. Außerdem stellte Airbus neue Transportmaschine Beluga XL vor.

Wenn Konzernchef Tom Enders in einem Jahr aus dem Amt scheidet, wird er seinem Nachfolger einen Luftfahrtkonzern übergeben, der bei allen Problemen insgesamt solide und profitabel aufgestellt ist. Bis dahin wird sich Enders vor allem darum kümmern müssen, dass die Triebwerksprobleme beim A320neo behoben werden und die Produktion mit der Nachfrage Schritt halten kann.

Mit eben so viel Eifer sollten Enders und sein Nachfolger Perspektiven für die deutschen Standorte in Bremen und Augsburg entwickeln. Dort sollen wegen der Auftragsflaute beim Militärtransporter A400M und dem Riesenjet A380 hunderte Stellen wegfallen. Und es ist noch nicht sicher, ob der Konzern betriebsbedingte Kündigungen vermeiden kann.

Hier steht auch die Bundesregierung in der Pflicht. Als Anteilseigner von Airbus muss sie ihren Einfluss geltend machen.


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