Öko-Markt wachsende Nische Was geben wir für Bio-Lebensmittel aus?

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Auch Discounter wie Aldi haben inzwischen Bio-Produkte im Sortiment. Insgesamt liegt der Pro-Kopf-Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland bei rund 116 Euro. Foto: dpaAuch Discounter wie Aldi haben inzwischen Bio-Produkte im Sortiment. Insgesamt liegt der Pro-Kopf-Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland bei rund 116 Euro. Foto: dpa

Osnabrück. Nicht nur regelmäßiger Sport tut der Gesundheit gut. Auch was daheim auf den Teller kommt, entscheidet wesentlich mit darüber, wie gesund wir leben. Deshalb soll es heute um die Ernährung gehen, genauer gesagt um die Ausgaben für Bio-Lebensmittel.

Es stimmt schon: Gesund ernähren kann man sich auch ohne Bio-Lebensmittel. Umgekehrt gilt: Wer sich jeden Tag Pommes reinschaufelt, lebt ungesund, auch wenn die Pommes aus Bio-Produktion sind. Dennoch lässt sich vermuten, dass Bio-Käufer neben den Produktionsbedingungen auch die eigene Gesundheit im Sinn haben.

Wie viel geben also die Deutschen für Bio-Lebensmittel aus? Der Pro-Kopf-Umsatz lag im Jahr 2016 bei 116 Euro, was etwa 5,1 Prozent am gesamten Lebensmittelmarkt entspricht. Diese Daten haben das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) erhoben. Mit einem Umsatzvolumen von insgesamt 8,6 Milliarden Euro war Deutschland bereits 2015 wenig überraschend der größte Markt für Biolebensmittel in der EU. Im vergangenen Jahr überschritt der Umsatz erstmals die 10-Milliarden-Marke.

Trotz des starken Wachstums ist der Bio-Markt weiterhin eine Nische. Verglichen mit anderen europäischen Ländern kaufen die Deutschen allerdings mit einem Umsatzanteil von 5,1 Prozent am Lebensmittelmarkt relativ viele Bio-Produkte. Zugleich liegen sie damit noch deutlich hinter ihren nördlichen Nachbarn, Spitzenreiter Dänemark (9,7 Prozent).

Bei manchen Lebensmitteln greifen die Verbraucher öfter zu Bio-Produkten als bei anderen. Mehr als jedes zehnte (11,5 Prozent) in Deutschland verkaufte frische Ei wurde nach den Vorschriften der europäischen Öko-Verordnung produziert und qualifiziert sich damit für das Bio-Siegel. Beim Geflügelfleisch dagegen machte die Bio-Produktion nur gut 1 Prozent aus.


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