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19.03.2018, 19:25 Uhr BANKENWESEN

OLB: Die Weichen richtig stellen

Kommentar von Manuel Glasfort

Vor schwierigen Aufgaben steht OLB-Chef Patrick Tessmann. Foto: Michael GründelVor schwierigen Aufgaben steht OLB-Chef Patrick Tessmann. Foto: Michael Gründel

Oldenburg. Die OLB-Führung ist nicht zu beneiden. Zu dem ohnehin schwierigen Umfeld für Banken kommt auch noch die knifflige Aufgabe, das Zusammenwachsen mit der neuen Eigentümerin BKB zu bewerkstelligen. Der OLB-Vorstand unter Patrick Tessmann hofft, die Herausforderungen durch Digitalisierung, Zinstief und Regulierungsdruck im Verbund mit der BKB und deren anderer Tochter Neelmeyer besser bewältigen zu können.

Vermutlich stimmt das sogar. Die drei Partner und ihre Geschäftsfelder ergänzen sich gut, Überschneidungen gibt es wenige. Die OLB hat bereits in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen, ihre Bilanz zu stärken und ihre Kostenstruktur zu verbessern. Filialen wurden geschlossen oder in Selbstbedienungsstellen umgewandelt, Mitarbeiter entlassen. Weil an den Kosten aber nicht beliebig schnell geschraubt werden kann, müssen Wachstumsfelder her. Mit der Vermögensverwaltung hat die OLB ein lukratives Geschäft aufgetan – aber auch eines, das dessen Wachstum Grenzen gesetzt sind.

Die OLB blickt auf eine lange Geschichte zurück: 2019 feiert die Regionalbank ihr 150-jähriges Bestehen. Wenn Eigentümer und Management die Weichen richtig stellen, wird es nicht das letzte große Jubiläum sein.


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