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15.03.2018, 19:01 Uhr KRANICHLINIE MIT REKORDGEWINN

Lufthansa: Harter Wettbewerb am Himmel

Kommentar von Manuel Glasfort

Die Lufthansa hat ihr Kranich-Logo vor Kurzem neugestaltet. Foto: imago/Max Maiwald/DeFodi.deDie Lufthansa hat ihr Kranich-Logo vor Kurzem neugestaltet. Foto: imago/Max Maiwald/DeFodi.de

Osnabrück. Es ist noch gar nicht so lange her, da ging es der Lufthansa alles andere als blendend. Piloten und Flugbegleiter sorgten mit Streiks für teure Flugausfälle, die Frachtsparte schrieb rote Zahlen, selbst ein Abstieg aus dem Dax war im Bereich des Möglichen. Die Kranichlinie könnte zerrieben werden zwischen Billigfliegern auf der Kurzstrecke und den finanzstarken Airlines vom Golf auf der Langstrecke – so zumindest die Befürchtung.

Zweifellos ist der Wettbewerb am Himmel weiterhin hart. Doch die jüngsten Geschäftszahlen belegen, dass die Bemühungen von Konzernchef Carsten Spohr fruchten. An der Tariffront droht fürs Erste kein neuer Ärger, die Premiumlinie Lufthansa konnte sowohl Passagierzahlen als auch ihr operatives Ergebnis deutlich steigern. Zugegeben: Die Air-Berlin-Pleite kam der Lufthansa zupass. Das vorübergehende Monopol auf innerdeutsche Flüge trug zum Rekordgewinn des Konzerns bei – ganz im Gegensatz zu den Billigflugtöchtern Eurowings, Germanwings und Brussels Airlines. Die Gewinnmarge in dieser Sparte fiel dürftig aus. Der Lufthansakonzern muss sich hier in strikter Kostendisziplin üben, will er Ryanair und Easyjet die Stirn bieten.

Wenn das Umfeld günstig bleibt, dürfte die Lufthansa auch in diesem Jahr wieder hervorragende Geschäfte machen. Sorgen muss man sich um die Kranichlinie jedenfalls nicht.


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