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12.03.2018, 18:10 Uhr PAKETZUSTELLER UNTER EINEM DACH

Post: Rückkehr zum Haustarif für alle ausgeschlossen

Kommentar von Manuel Glasfort

Die Paketzusteller haben dank des boomenden Onlinehandels alle Hände voll zu tun. Foto: dpaDie Paketzusteller haben dank des boomenden Onlinehandels alle Hände voll zu tun. Foto: dpa

Osnabrück. Unterschiedliche Gehaltsstrukturen für die gleichen Jobs, nach diesem Prinzip verfährt die Deutsche Post im Paketgeschäft. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die verschiedenen Zustellergruppen bald Seit an Seit arbeiten. Der vom Konzern avisierte Gemeinschaftsbetrieb ist aus Gründen der Arbeitsorganisation zwar sinnvoll, doch die Beschäftigten werden die Unterschiede dann noch deutlicher spüren.

Drei Jahre ist es her, dass die Post die Gründung von regionalen Tochtergesellschaften für ihre Paketboten durchsetzte. Seither teilt sich die Belegschaft in die nach Haustarif bezahlten Boten und die Mitarbeiter der Delivery-Regionalgesellschaften, die sich mit den oft schlechteren Konditionen des Speditionsgewerbes begnügen müssen.

Sosehr es sich die Gewerkschaft Verdi auch wünscht: Ein Zurück zum Haustarif für alle wird es mit der Konzernführung nicht geben. Diese will im Gegenteil die Regionalgesellschaften personell weiter aufstocken.

Für den Betriebsfrieden verheißt das nichts Gutes. Zwar liegen zwischen den Löhnen der beiden Mitarbeitergruppen keine Welten. Dennoch wirft die ungleiche Bezahlung die Frage nach der Fairness auf – besonders bei einem hochprofitablen Konzern wie der Post.


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