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09.03.2018, 17:16 Uhr KOMMENTAR

Essen: Es darf auch mal Pommes rot-weiß sein

Kommentar von Nina Kallmeier

Der Genuss steht bei der Gastro-Messe Internorga im Vordergrund – vor allem von gesunden Lebensmitteln. Foto:dpaDer Genuss steht bei der Gastro-Messe Internorga im Vordergrund – vor allem von gesunden Lebensmitteln. Foto:dpa

Hamburg. Als sei ein Fenster in die Zukunft unseres Essens aufgegangen: Die Gastro-Messe Internorga zeigt in Hamburg bis zum 13. März die Ernährungstrends für Zuhause und unterwegs. Unter anderem gesunde und natürliche Lebensmittel spielen eine Rolle. Ein Kommentar.

„Du bist, was du isst“, lautet ein Sprichwort. Ein Blick auf die Trends der Internorga, die Leitmesse für Außer-Haus-Verzehr, zeigt: Der Verbraucher in Deutschland isst natürliche und gesunde Lebensmittel, kleine Mengen, die Branche ist digital unterwegs, und es gibt eine ungebrochene Nachfrage nach vegetarischen, veganen und glutenfreien Produkten. Diese Trends passen zum Ergebnis einer Umfrage, wonach lediglich für elf Prozent der Deutschen eine gesunde Ernährung kaum oder gar keine Rolle spielt.

Und das, obwohl die Umsätze der Fast-Food-Riesen auch im vergangenen Jahr gestiegen sind. Eine Ambivalenz in der Einstellung des Verbrauchers, auf die der stetig wachsende Markt für Snacks, schnelle Küche und Restaurants längst reagiert hat: Das Fast Food bekommt einen gesunden Anstrich. Alternative Burger-Läden, die frische Zutaten statt Einheitskost anbieten, sprießen nicht nur in den Großstädten wie Pilze aus dem Boden. Ebenso hat Streetfood in allen Variationen das Interesse geweckt. Hier spielt ebenfalls die Frische – und häufig auch Regionalität – der verarbeiteten Produkte eine Rolle.

Nicht immer sind diese oder vegetarische Snacks letzendlich gesünder als die gute alte Currywurst mit Pommes rot-weiß. Verzweifeln muss deswegen aber niemand. Alles in Maßen, heißt die Devise. Dann bringt einen gesunden Lebenswandel nichts ins Wanken.


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