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07.03.2018, 18:48 Uhr GEWINN STEIGT UND STEIGT

Deutsche Post: Neue Welt mit Schattenseiten

Kommentar von Manuel Glasfort

Mit dem Zustell-Roboter „PostBot“ arbeitet die Deutsche Post an der neuen Logistikwelt. Foto: dpaMit dem Zustell-Roboter „PostBot“ arbeitet die Deutsche Post an der neuen Logistikwelt. Foto: dpa

Osnabrück. Die Deutsche Post meldet neue Milliardengewinne. Der einstige Staatskonzern hat sich gewandelt und profitiert von der Digitalisierung. Doch die neue Post-Welt hat auch Schattenseiten.

Mehr als 20 Jahre liegt die Privatisierung der Post zurück, mehr als zehn Jahre sind seit dem Ende des Briefmonopols vergangen. In dieser Zeit wurde aus einem behäbigen Staatskonzern ein flexibler, international agierender Dienstleister.

Dabei hat sich nicht nur der gelbe Riese, sondern auch sein Markt stark gewandelt. Wie in so vielen anderen Branchen liegt ein wesentlicher Grund im Siegeszug des Internets – für die Post ein zweischneidiges Schwert. Die Deutschen verschicken immer weniger Briefe und kommunizieren stattdessen digital. Zugleich floriert der Onlinehandel, und die vielen Pakete muss schließlich jemand zustellen. Unter dem Strich zählt die Post sicher zu den Gewinnern der Digitalisierung. Mangelnde Innovationsfreude muss sich die Post auch nicht vorwerfen lassen. Mit Paketboxen, einem selbst entwickelten Elektrotransporter und Versuchen mit Lieferdrohnen und Zustellrobotern werkelt der Konzern an der neuen Logistikwelt.

Letztere hat allerdings auch Schattenseiten, wie die jüngsten Warnstreiks der Paketzusteller zeigen. Ein hochprofitabler Konzern wie die Post muss für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Egal ob die Mitarbeiter nun direkt bei der Pakettochter DHL oder einem Subunternehmen arbeiten.


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