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Ab 24. März nach Köln und Hamburg Flixtrain übernimmt HKX-Linie über Osnabrück

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Vom 24. März 2018 an pendelt der Flixtrain täglich außer mittwochs zwischen Hamburg und Köln. Die Strecke wurde früher vom HKX bedient und führt auch über Osnabrück. Foto: FlixbusVom 24. März 2018 an pendelt der Flixtrain täglich außer mittwochs zwischen Hamburg und Köln. Die Strecke wurde früher vom HKX bedient und führt auch über Osnabrück. Foto: Flixbus

Osnabrück. Der Hamburg-Köln-Express (HKX) ist Geschichte, dafür steigt Fernbusanbieter Flixbus in den Bahnverkehr in Deutschland ein. Unter dem Namen Flixtrain lässt er ab 24. März 2018 zu Kampfpreisen grüne Fernzüge auf der früheren HKX-Strecke Hamburg–Köln fahren, die auch über Osnabrück führt.

Vom 24. März an pendelt der Flixtrain täglich außer mittwochs zwischen Hamburg und Köln. Ab Mitte April sollen außerdem täglich Züge zwischen Berlin und Stuttgart über Hannover und Frankfurt/Main verkehren, teilte Flixbus am Dienstag mit.

Fahrplan bis 9. Juni

Wie aus einem Fahrplan hervorgeht, den Flixbus unserer Redaktion auf Nachfrage zur Verfügung stellte, wird die neue Fernzug-Verbindung über Osnabrück zunächst bis zum 9. Juni 2018 angeboten – mit längeren Ausnahmen rund um Ostern und Anfang Mai (Tag der Arbeit/Christi Himmelfahrt).

Regulär bieten sich bei Flixtrain in diesem Zeitraum folgende Reisemöglichkeiten ab Osnabrück Hauptbahnhof: in Richtung Norden montags und samstags um 9.14 Uhr sowie dienstags, freitags und sonntags um 13.16 Uhr nach Hamburg-Harburg, Hamburg Hauptbahnhof und Hamburg-Altona (Fahrtzeit bis Endstation gut zwei Stunden). In Richtung Süden montags, donnerstags, freitags und sonntags um 18.44 Uhr sowie samstags um 14.44 Uhr nach Münster, Gelsenkirchen, Essen, Duisburg, Düsseldorf und Köln (Fahrtzeit bis Endstation gut zweieinviertel Stunden).

Für 9,99 Euro nach Hamburg oder Köln

Tickets für den Flixtrain von Osnabrück nach Hamburg und Köln kosten laut Anbieter ab 9,99 Euro. Abhängig von der Auslastung der jeweiligen Zugverbindung können die Preise steigen. „Generell lässt sich sagen, je früher man bucht, desto günstiger ist das Ticket“, erklärte Flixbus-Sprecher Martin Mangiapia. Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn verlangt für Intercity-Reisen von Osnabrück nach Hamburg-Altona oder Köln mindestens 19,90 Euro (Sparpreis), im Tarif „Flexpreis“ sind es rund 50 Euro.

Viel Geld sparen können Flixtrain-Nutzer aus der Region aber auch bei Reisen zu näheren Zielen. Fahrten zwischen Osnabrück und Münster etwa sind bereits ab 3 Euro zu haben, wie ein Blick ins Online-Buchungsportal von Flixbus zeigt. Im Nahverkehr (Westfalentarif) kostet der Einzelfahrschein für diese Verbindung 13,20 Euro. Wer den Intercity der Deutschen Bahn nutzt, zahlt 14 Euro.

Kombination von Fernbus und Schiene als Konzept

Mit der Premiere von Flixtrain will Flixbus den Zug stufenweise in sein deutschlandweites Mobilitätsangebot integrieren. Über den Umstieg an Fernbushaltestellen entlang der Trasse würden zahlreiche neue Reiseoptionen geschaffen, teilt das Münchner Unternehmen mit. Geschäftsführer André Schwämmlein wird mit den Worten zitiert: „Fernbus und Schiene ergänzen sich hier perfekt. Die Vernetzung beider Verkehrsträger ist Teil eines nachhaltigen Konzepts für die Mobilität der Zukunft.“

HKX beförderte 1,8 Millionen Fahrgäste

Der Anfang von Flixtrain bedeutet aber zugleich das Ende des Hamburg-Köln-Express. „Die Marke und das Produkt HKX gibt es nicht mehr, der Betrieb wurde eingestellt“, erklärte Carsten Carstensen, Geschäftsführer der Hamburg-Köln-Express GmbH, am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion. Nach mehrmonatiger Pause war der HKX zuletzt rund um den Jahreswechsel unterwegs, als in Kooperation mit Flixbus sogenannte „Weihnachtsfahrten“ angeboten wurden.

Zwischen der HKX GmbH und der Flixbus-Mutter Flixmobility habe es in den vergangenen Monaten „konstruktive Gespräche“ über die Zukunft der Fernverkehrsverbindung Hamburg–Köln gegeben, so Carstensen weiter. Der HKX sei zwischen Juli 2012 und Oktober 2017 auf dieser Strecke gefahren und habe dabei 1,8 Millionen Fahrgäste befördert. „Auf dieser Pionierleistung kann Flixtrain aufbauen.“

Alte Züge mit neuem Anstrich

Die HKX GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RDC Deutschland GmbH – einem nationalen Ableger der Railroad Development Corporation (RDC) aus Pittsburgh (USA), die auch am 2011 gegründeten Eisenbahnbetreiber Bahn Touristik Express (BTE) in Nürnberg beteiligt ist. BTE fuhr den HKX bis Ende 2015 und wird laut Flixbus auch den ersten Flixtrain zwischen Köln und Hamburg betreiben. „Hierfür wird dasselbe Wagenmaterial verwendet wie vormals für den HKX“, erklärte Sprecher Mangiapia. Jedoch erhielten die Züge einen neuen Anstrich im firmeneigenen Grün. Auf der folgenden Verbindung Berlin–Stuttgart kooperiere Flixbus mit dem tschechischen Bahnunternehmen Leoexpress.


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