Ein Bild von Manuel Glasfort
05.03.2018, 18:18 Uhr SIEMENS SPALTET MEDIZINTECHNIK AB

Healthineers: Filetstück für die Anleger

Kommentar von Manuel Glasfort

Siemens-Chef Joe Kaeser will seinen Konzern zu einem Flottenverband umbauen. Daher wird Healthineers abgespalten.Siemens-Chef Joe Kaeser will seinen Konzern zu einem Flottenverband umbauen. Daher wird Healthineers abgespalten.

Osnabrück. Mit Medizintechnik lässt sich gutes Geld verdienen. Das beweist Siemens und bringt mit Healthineers sein Filetstück an die Börse. Das Geschäft mit der Gesundheit war zuletzt eines der profitabelsten im Konzern. Die Chancen stehen deshalb gut, dass Siemens die Anteilsscheine zu einem guten Kurs unters Anlegervolk bringt.

Das Unternehmen hat für den Börsengang einen grundsätzlich günstigen Zeitpunkt gewählt. Nach den jüngsten Turbulenzen dürften sich die Märkte bald wieder beruhigen. Und die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt mit ihrer ultralockeren Geldpolitik weiterhin für viel billiges Kapital, das irgendwo gewinnbringend angelegt werden will.

Doch nicht nur das Börsenumfeld ist gut, auch die Marktposition der Siemens-Tochter überzeugt. Healthineers gehört zu den zehn umsatzstärksten Unternehmen der Branche und ist bei bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Magnetresonanz- und Computertomographie nach eigenen Angaben sogar Weltmarktführer. Gut aufgestellt ist die Tochter auch im Geschäftsfeld „Neuartige Therapien“, zu dem etwa Roboterarme für den OP-Saal zählen.

Falls Healthineers technologisch am Ball bleibt und gut gemanagt wird, muss es den Wettbewerb nicht fürchten; und einen Mangel an Abnehmern auch nicht – die Menschen werden schließlich immer älter.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN