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Eigentümerwechsel Osnabrücker steigen bei Möbelbauer Interlübke ein

Von Manuel Glasfort

Interlübke präsentiert seine Möbel in mehreren Studios – hier in Köln – zusammen mit dem Unternehmen COR, das seinen Sitz ebenfalls in Rheda-Wiedenbrück hat. Foto: Imago/Horst GaluschkaInterlübke präsentiert seine Möbel in mehreren Studios – hier in Köln – zusammen mit dem Unternehmen COR, das seinen Sitz ebenfalls in Rheda-Wiedenbrück hat. Foto: Imago/Horst Galuschka

Osnabrück. Der Möbelhersteller Interlübke aus Rheda-Wiedenbrück wechselt den Besitzer: Branchenpräsident und Unternehmer Axel Schramm übernimmt mit seiner Schramm Holding die Mehrheit an dem westfälischen Traditionsunternehmen, auch der Osnabrücker Investor MB Mittelständische Beteiligungsgesellschaft kauft sich ein. Der Preis blieb geheim.

Interlübke-Geschäftsführer Patrik Bernstein soll unter den neuen Eigentümern im Amt bleiben.

Die beiden Käufer übernehmen die Firma von einer Investorengruppe um die Unternehmer Richard Lenz und Peter Rutishauser, die Interlübke selbst erst 2014 gekauft hatte. Zwei Jahre zuvor hatte das 1937 gegründete Unternehmen wegen schlechter Auftragslage Insolvenz anmelden müssen. Die bisherigen Eigner hätten sich aus „strategischen Gründen“ für einen Verkauf entschieden, teilte die Schramm Holding mit. Axel Schramm führt nicht nur den traditionsreichen Matratzen- und Bettenhersteller Schramm Werkstätten aus Rheinland-Pfalz, sondern steht auch als Präsident dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) vor.

Interlübke beschäftigt derzeit 160 Mitarbeiter in Rheda-Wiedenbrück. „Der Standort bleibt bestehen, hundertprozentig“, betonte Geschäftsführer Bernstein auf Anfrage, äußerte sich aber nicht zu einem möglichen Stellenabbau. Zwar habe das Unternehmen im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen verpasst, doch für das laufende Jahr sei er sehr zuversichtlich. „Das Schöne ist, dass wir mit Schramm einen Möbelmann als Gesellschafter haben“, sagte der Geschäftsführer. Im vergangenen Jahr sei Interlübke im deutschsprachigen Raum erstmals seit Langem wieder gewachsen.

Bernstein stellte klar, dass eine Verschmelzung der beiden Marken Schramm und Interlübke nicht zur Debatte stehe. „Die Firmen werden separat weiter geführt, aber wir werden nach Synergien suchen.“ Dabei liege das Augenmerk auf dem Auslandsgeschäft.