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20.02.2018, 17:10 Uhr WOHNUNGSBAU UND IMMOBILIEN

Baukindergeld: Besser die Grunderwerbsteuer senken

Kommentar von Manuel Glasfort

Damit Wohneigentum wieder für mehr Menschen erschwinglich wird, braucht es geringere Kaufnebenkosten, findet unser Kommentator Manuel Glasfort. Foto: dpaDamit Wohneigentum wieder für mehr Menschen erschwinglich wird, braucht es geringere Kaufnebenkosten, findet unser Kommentator Manuel Glasfort. Foto: dpa

Osnabrück. Gut gemeint, aber nicht durchdacht: Unter dieser Überschrift lässt sich das Baukindergeld zusammenfassen. Das Vorhaben von Union und SPD wird nicht helfen, deutlich mehr Menschen in die eigenen vier Wände zu bringen. Stattdessen müssen die Kaufnebenkosten runter, weil sie vielen Familien und ärmeren Menschen den Weg ins Eigenheim versperren.

Seit die Bundesländer die Grunderwerbsteuer selbst festlegen dürfen, ist der Satz von bundesweit 3,5 Prozent in den meisten Ländern auf 5 Prozent und mehr gestiegen. Zusammen mit den Kosten für Notar, Grundbucheintrag und Makler kommen zur Kaufsumme schnell Nebenkosten von mehr als 10 Prozent, die der Käufer aus dem Ersparten aufbringen muss. Verglichen mit Holland oder Großbritannien, fallen diese Zusatzkosten hierzulande hoch aus. Die Politik sollte die Grunderwerbsteuer senken oder großzügige Freibeträge einführen. Denkbar wäre auch, für Notar und Grundbucheintrag niedrige Fest- statt Prozentsätze festzulegen.

In jedem Fall besteht dringender Handlungsbedarf. Deutschland hat die niedrigste Eigentümerquote in der EU. Und die selbst genutzte Immobilie ist ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge.


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