Weitere Produkte mit Biosiegel Demeter und dm besiegeln Partnerschaft

Die Drogeriekette dm und der Bioverband Demeter haben ihre Partnerschaft besiegelt. Foto: dpaDie Drogeriekette dm und der Bioverband Demeter haben ihre Partnerschaft besiegelt. Foto: dpa

pm/lod Karlsruhe. Die Drogeriekette dm und der Bioverband Demeter haben ihre Partnerschaft besiegelt und wollen ab sofort die dm-Eigenmarke „dmBio“ gemeinsam weiterentwickeln.

Insbesondere im Bereich Babynahrung werden die „dmBio“-Produkte bevorzugt aus Rohstoffen aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft hergestellt, schreibt dm in einer Pressemitteilung. Diese erhalten künftig das eigens für Handelsmarken entwickelte biodynamische Demeter-Siegel. Weitere Marken mit dem Demeter-Siegel sind bei dm WYLD, Sommer und Holle.

„Wir verwenden seit Anfang an für unsere ‚dmBio‘-Produkte bevorzugt Verbandsware. Das neue biodynamische Demeter-Siegel garantiert, dass unsere Produkte den hohen Ansprüchen biologisch-dynamischer Landwirtschaft entsprechen und macht dies nun auch für unsere Kunden sichtbar“, erklärt Kerstin Erbe, die als dm-Geschäftsführerin für das Ressort Produktmanagement verantwortlich ist.

Nachhaltigkeitsgedanke fördern

Mit dem Ausbau seines Bio-Angebots möchte das Drogerieunternehmen beim Kunden ein Bewusstsein für biologisch-dynamischen Anbau und nachhaltiges Wirtschaften fördern. Außerdem will dm laut Mitteilung damit gemeinsam mit dem Demeter-Verein den Biosektor in der Landwirtschaft unterstützen.

„Der zertifizierte Demeter-Hof wird als einzigartiger Organismus gesehen, in dem Mensch, Tier, Pflanze und Boden im ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und voneinander profitieren“, erklärt Demeter-Vorstand Alexander Gerber die besondere Qualität von Demeter-Produkten. „Ihre Harmonisierung wird zusätzlich durch die biodynamischen Präparate gefördert – das sind aus Pflanzen, Quarz und Kuhdung hergestellte Heilmittel für Boden und Pflanzen.“

Von 1985 bis 2015 waren Produkte des Bio-Lebensmittelhändlers „Alnatura“ in den Regalen von dm zu finden. Beide Unternehmen waren zusammen groß geworden, hatten sich dann aber zerstritten. dm wollte zunehmend Bio-Waren unter einer Eigenmarke verkaufen, widersetzte sich andererseits einer Expansion von Alnatura. Die Trennung und den Strategiewechsel haben beide Unternehmen verkraftet.


Demeter

In Deutschland wirtschaften rund 1500 Landwirte mit mehr als 77.800 Hektar Fläche biologischdynamisch. Zum Demeter e.V. gehören zudem etwa 330 Demeter-Hersteller und -Verarbeiter sowie Vertragspartner aus dem Naturkost- und Reformwaren-Großhandel sowie dem Lebensmitteleinzelhandel, der die Demeter-Vertriebskriterien erfüllt. Demeter-Mitglieder arbeiten nach den strengsten Bio-Richtlinien, die auf den Landwirtschaftlichen Kurs Rudolf Steiners im Jahr 1924 zurückgehen.

Das Ideal der Biodynamischen Wirtschaftsweise ist die Kreislaufwirtschaft: Der Landwirt hält so viele Tiere, wie er mit seinem Land ernähren kann und deren Mist sorgt für eine hohe Bodenfruchtbarkeit, die beste Lebensmittel hervorbringt. Demeter-Verarbeiter veredeln landwirtschaftliche Erzeugnisse mit wenigen ausgewählten Verarbeitungsstoffen, nur wenige absolut notwendige Zusatz- und Prozesshilfsstoffe sind erlaubt. Jodierung, Nitritpökelsalz und so genannte natürliche Aromen hingegen sind verboten.

(Angaben laut dm)