Bausparkasse steigert Gewinn LBS Nord will von Immobilienboom profitieren

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Das Bausparen ist für viele Deutsche der klassische Weg ins Eigenheim. Bei Vertragsschluss werden die Zinssätze für das Sparguthaben und das spätere Darlehen festgezurrt, ebenso die Anspar- und Tilgungszeit. Foto: dpaDas Bausparen ist für viele Deutsche der klassische Weg ins Eigenheim. Bei Vertragsschluss werden die Zinssätze für das Sparguthaben und das spätere Darlehen festgezurrt, ebenso die Anspar- und Tilgungszeit. Foto: dpa

Osnabrück. Der Preisauftrieb und die hohe Nachfrage auf dem Immobilienmarkt halten an und die LBS Nord will daran mitverdienen. Die Landesbausparkasse erhofft sich gute Geschäfte mit Bausparverträgen und Baufinanzierungen, wie sie gestern mitteilte.

„Vor allem auf dem Gebrauchtimmobiliensektor gibt es eine enorme Nachfrage – zumal die Neubaugenehmigungen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen sind“, wurde LBS-Vorstandschef Rüdiger Kamp zitiert. Bis Ende November 2017 seien zugleich in Niedersachsen mit 23567 neuen Wohnungen neun Prozent weniger genehmigt worden als im Vorjahr, hieß es. Die Preise für gebrauchte Immobilien seien daher fast überall im Land gestiegen, teils erheblich.

Steigender Gewinn, rückläufiges Bausparvolumen

Im vergangenen Jahr hat die LBS Nord – die Bausparkasse der Sparkassen in Niedersachsen und Berlin – ihren Gewinn steigern können. Nach Angaben von gestern lag das Betriebsergebnis nach Steuern 2017 bei rund 7,8 Millionen Euro, nach 6,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Eigenmittelausstattung sei so verbessert worden.

Allerdings ging das Neugeschäft im Bausparbereich laut LBS Nord im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück. Auch das Kreditgeschäft war vor allem wegen des Wettbewerbsdrucks rückläufig: Einschließlich der Vermittlung von Sparkassenkrediten schloss die LBS Nord 2017 Darlehen in Höhe von 717 Millionen Euro ab, 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Versicherung gegen steigende Zinsen“

Die LBS Nord wirbt für das Bausparen als einer „Versicherung gegen steigende Zinsen“. Kamp sagte: „Das ist zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll, da die Europäische Zentralbank mit der Reduzierung der Anleihekäufe erste Schritte in Richtung Zinswende unternommen hat.“ Allerdings hat EZB-Chef Mario Draghi Hoffnungen auf eine rasche Zinswende zuletzt gedämpft. Der Leitzins solle auch nach Auslaufen der Anleihekäufe „für ausgedehnte Zeit“ bei null gehalten werden.

Die LBS Nord kündigte zudem an, im Frühjahr eine neue Tarifgeneration einzuführen, von der vor allem Finanzierungswillige profitieren sollen. Die Darlehenszinsen sollen deutlich gesenkt werden, Baugeld schon ab einem Zinssatz von 0,99 Prozent verfügbar sein. „Zudem müssen Wohneigentumserwerber und Modernisierer künftig nur noch 30 Prozent der Bausparsumme ansparen, um den Anspruch auf das zinsgünstige Darlehen zu erhalten“, hieß es.


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