Sind Sorgen berechtigt? Kursrutsche an den Börsen: Drei Tipps für Aktionäre

Von dpa

Börsenhändler Anthony Carannante (links) handelt an der New Yorker Börse. Die Verluste an der US-amerikanischen Börse waren zuletzt drastisch. Foto: Richard Drew/AP/dpaBörsenhändler Anthony Carannante (links) handelt an der New Yorker Börse. Die Verluste an der US-amerikanischen Börse waren zuletzt drastisch. Foto: Richard Drew/AP/dpa

Düsseldorf. An den Börsen hat es erneut einen großen Kursrutsch gegeben. Das hat viele Anleger verunsichert. Aber müssen sie sich wirklich Sorgen machen? Drei Tipps für Aktionäre.

Die Nachrichten von den Börsen machen viele Anleger nervös. Erneut ging es an der Wall Street stark bergab – zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Laut Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sind solche Rücksetzer aber durchaus normal.

Für Anleger heißt das in so einer Situation: „Es gibt keinen Grund zur Panik.“ Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung seien nach wie vor gut.

Drei Tipps für Aktionäre:

Aussitzen: Wer auf sein Aktienvermögen angewiesen ist, den kann die Korrektur schmerzen. „Wenn Sie einen langen Anlagehorizont haben, können sie solche Rückschläge auch einfach aussitzen“, sagt Kurz. Langfristig entwickeln sich Aktien in der Regel positiv, wie ein Blick auf das Rendite-Dreieck des Deutschen Aktien-Instituts zeigt. Für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren lagen die jährlichen Renditen beim Dax in der Vergangenheit im Schnitt bei rund 9 Prozent. Verluste mussten die Anleger über solche Zeiträume nicht fürchten.

Gewinne mitnehmen: Lange Zeit ging es an den Aktienmärkten fast nur nach oben. Aber die Kurse entwickeln sich nicht immer nur in eine Richtung. „Viele Investoren haben mit solchen Kursrückgängen gerechnet“, sagt Kurz. Wer schon länger dabei ist, könne jetzt die erzielten Gewinne mitnehmen. „Das hat noch niemandem geschadet.“ Und wenn sich eine Anlage über einen längeren Zeitraum positiv entwickelt hat, kann sich das trotz der aktuellen Dämpfer rechnen.

Einsteigen: Vor den aktuellen Korrekturen gab es viele Warnungen vor einem Crash. Vielen Experten waren die Kurse laut Kurz zu hoch. Mutige Aktionäre können nun die Gunst der Stunde nutzen und zu günstigeren Kursen einsteigen oder nachkaufen. „Allerdings wird es Ihnen vermutlich nicht gelingen, den genauen Tiefpunkt zu erwischen.“ Denn ein solches Market-Timing sei selbst für Profis eine Herausforderung. Bei Käufen und Verkäufen sollten Aktionäre auch immer die Transaktionskosten berücksichtigen.