Unilever-Tochter vor Verkauf Dr. Oetker will französische Marke Alsa übernehmen

Von Manuel Glasfort

Dr. Oetker mit Sitz in Bielefeld  ist eines der größten Familienunternehmen Deutschlands. Weltweit beschäftigt Dr. Oetker nach eigenen Angaben rund 11640 Mitarbeiter. Foto: dpaDr. Oetker mit Sitz in Bielefeld ist eines der größten Familienunternehmen Deutschlands. Weltweit beschäftigt Dr. Oetker nach eigenen Angaben rund 11640 Mitarbeiter. Foto: dpa

Osnabrück. Dr. Oetker steht vor einem Zukauf: Das Bielefelder Familienunternehmen will die französische Backartikel- und Dessert-Marke Alsa vom Lebensmittelkonzern Unilever übernehmen. Wie Dr. Oetker am Freitag mitteilte, muss der Deal noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Den Angaben zufolge ist der Kaufvertrag bereits unterzeichnet. Welche Summe Dr. Oetker dem niederländisch-britischen Unilever-Konzern für die Marke überweist, wollte ein Oetker-Sprecher auf Nachfrage nicht mitteilen.

Alsa ist eine französische Traditionsmarke mit Sitz im lothringischen Ludres, die nach Angaben von Dr. Oetker 140 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2016 setzte Alsa rund 15,9 Millionen Euro um und erzielte einen Bilanzgewinn von etwa 2,8 Millionen Euro, wie aus einer Aufstellung des französischen Informationsdienstes Societe SAS hervorgeht.

Ihre Back- und Dessertartikel vertreibt die Firma in Frankreich, Portugal und den Maghreb-Staaten. Albert Christmann, Vorsitzender der internationalen Geschäftsleitung von Dr. Oetker, sagte laut Mitteilung: „Die Produkte der Marke Alsa würden das Portfolio von Dr. Oetker in Frankreich sehr gut ergänzen.“ Der Geschäftsführer von Unilever in Frankreich, Bauke Rouwers, wies darauf hin, dass der Bereich Backen und Desserts „nicht zum sich entwickelnden Kernportfolio“ von Unilever zähle.

Dr. Oetker ist eines der größten Familienunternehmen Deutschlands und beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben 11460 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 übernahm der Lebensmittelkonzern den Osnabrücker Tiefkühltortenbäcker Coppenrath & Wiese.